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Das ganze Leben besteht aus einem ständigen Neubeginn
(Hugo von Hoffmannsthal)

An dieser Stelle präsentiere ich Ihnen ausgewählte Patientenbeispiele, Berichte von interessanten Veranstaltungen und Seminaren sowie Neuigkeiten aus dem Bereich der Naturheilkunde für Tiere.

Bitte beachten Sie, dass die homöopathischen Mittel, die in den vorgestellten Fällen gegeben wurden nicht in erster Linie aufgrund der Diagnose ausgewählt wurden, sondern vielmehr anhand der individuellen Patientengeschichte, die in diesem Rahmen nur verkürzt wiedergegeben werden kann.

Deshalb kann kein Rückschluss daraus gezogen werden, dass in einem ähnlichen Krankheitsfall bei einem anderen Tier dasselbe Mittel angezeigt ist. Genau hierin besteht der Unterschied zwischen Homöopathie und Schulmedizin.


 

10.12.2018

Planung für 2019

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Die Planung für 2019 ist schon fast abgeschlossen. 

Ich werde wieder jeden Monat Webinare zu unterschiedlichen Themen rund um die homöopathische Behandlung von Tieren anbieten.

Darüberhinaus wird es ganze Seminartage und Schulungen für Tierärzte und Osteopathen geben. Ergänzt wird dieses Angebot um einen Homöopathie Arbeitskreis, der 4-mal in 2019 stattfinden wird. Mit den Persönlichen Mitgliedern der FN wird es eine Veranstaltung geben und sicher noch den einen und anderen Vortrag ...

Die jeweiligen Termine gebe ich an dieser Stelle und auf meiner Facebook Seite bekannt.

Nicht zu vergessen meine Arbeit mit den Tieren. Ich freu mich schon auf ein wunderbares Jahr 2019!

19.11.2018

Abenteuer oder Mehrwert? Interdisziplinäre Zusammenarbeit ...

Hat wer heilt automatisch Recht? In diesem Fachartikel bin ich der Frage nachgegangen, wie konventionelle Schulmedizin und Homöopathie zusammenpassen. Auf der diesjährigen Pferd & Jagd halte ich zu diesem Thema den Eröffnungsvortrag ...

Beide Therapierichtungen haben verschiedene Ansätze. So sieht die Homöopathie immer den ganzen Patienten mit allen individuellen Ausprägungen während in der Schulmedizin vor allem die gezeigten Symptome im Vordergrund stehen.

Beide Therapiemethoden haben aber gleichermaßen die Gesundheit des Patienten als Ziel. Schauen wir uns einmal an, was Hahnemann dazu gesagt hat:

„Das höchste Ideal der Heilung ist schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit, oder Hebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfang auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachteiligsten Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen“.

Bedeutet das nun zwangsläufig, dass dieses Ziel ausschließlich durch eine klassisch homöopathische Behandlung zu erreichen ist?

Es geht eher darum, die jeweiligen Möglichkeiten aber auch Grenzen der Therapierichtung zu erkennen und - so möglich - durch Anwendung anderer Therapierichtungen zu erweitern, um den Patienten die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen.

Eine Voraussetzung für solche interdisziplinäre Zusammenarbeit ist zunächst der Respekt und die Anerkennung gegenüber der jeweiligen Therapierichtung und die Transparenz in der gemeinsamen Vorgehensweise.

Dabei hilft die Erkenntnis, dass jede Heilmethode Ihre Grenzen hat, mal ist es die Schulmedizin und mal die Homöopathie. Es gibt sie einfach nicht, die eine, allein seligmachende Heilkunst. Keiner kann alles heilen und deshalb finde ich es so sinnvoll, sich im Sinne der Patienten zusammenzutun.

Fazit:

Nach meiner Erfahrung können sich Schulmedizin und Homöopathie sinnvoll ergänzen. Ich bin einmal wöchentlich in einer großen Pferdeklinik bei der Visite dabei. Im Nachgang überlegen wir gemeinsam, wo es sinnvoll ist homöopathisch zu unterstützen. Auf diese Weise konnten schon schöne Heilerfolge erzielt werden!

Hier der ganze Artikel zum Nachlesen:

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

25.10.2018

Pferde fit & vital berichtet über die Homöopathie

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In der neuen Ausgabe von Pferde fit & vital darf ich über die homöopathische Begleitung alter Pferde berichten.

Im Alter ändert sich allmählich die körperliche Konstitution unserer Pferde. Das bedeutet ganz natürlich, dass sich auch die Bedürfnisse verändern. Natürlich können wir diesen Prozess nicht aufhalten, aber wir haben doch einige Möglichkeiten diesen natürlichen Vorgang positiv zu begleiten.

Die Homöopathie ist eine Therapieform, die schonend und effektiv altersbedingte Beschwerden abmildern kann. Immer nach dem zugrunde liegenden Prinzip "Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt".

Lesen Sie selbst, hier ist der ganze Artikel zum Download:

Pferde fit & vital, Herbstausgabe 2018

23.10.2018

Mitglied in der Carstens-Stiftung

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Die weitere Forschung in der Homöopathie und Naturheilkunde liegt mir sehr am Herzen, deshalb bin ich ab sofort Fördermitglied in der Carstens-Stiftung.

Das Ziel der Stiftung war und ist bis heute Naturheilkunde, Komplementärmedizin und Homöopathie wissenschaftlich zu erforschen, den Nachwuchs zu fördern und auf diesem Wege eine Integration der Naturheilkunde in Forschung und Lehre der Hochschulen aber auch in die ärztliche Praxis zu ermöglichen.

Dazu gehören u.a. studentische Arbeitskreise. Diese haben sich an fast allen deutschen Hochschulen gebildet, weil die Studenten frühzeitig spüren, dass eine einseitig auf Schulmedizin ausgerichtete Ausbildung den Erwartungen der zukünftigen Patienten nicht entsprechen wird.

Das will ich gerne unterstützen!

05.10.2018

Webinar "Die homöopathische Notfallapotheke"

Am 16. Oktober, 19:00 - 20:00 Uhr, erläutere ich in einem Webinar was in eine homöopathische Notfallapotheke hinein gehört und warum. Die Homöopathie ist eine schnelle und effektive erste Hilfe im Verletzungs- und Krankheitsfall.

Dieses Webinar richtet sich gleichermaßen an Turnierreiter, die geltende Dopingregelungen beachten müssen, wie an alle anderen Pferdebesitzer, die Ihr Pferd im Verletzungs- oder Erkrankungsfall homöopathisch erstversorgen möchten.

Natürlich lassen sich auch Hunde und Katzen homöopathisch behandeln.

Über folgende Inhalte werden wir sprechen:

- Grundlagen der klassischen Homöopathie
- geltende Dopingregeln und Homöopathie
- Potenzen und Dosierung
- bewährte Arzneien im Akutfall
- Vorstellung von Fällen aus der Praxis
- Umgang mit homöopathischen Arzneien

Hier der link zur Anmeldung:

Die homöopathische Notfallapotheke

16.08.2018

Erfolgreich im Sport durch ein leistungsfähiges und leistungsbereites Pferd - dopingfrei!

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Ich biete mehr für die Gesundheit Ihres Pferdes!

Sie interessieren sich für eine fürsorgliche Rund-um-Betreuung Ihres Pferdes vor, während und nach dem Turnier?

Ihr Pferd hat sich im Vorfeld des Turniers verletzt oder ist erkrankt und die geltenden Dopingbestimmungen schränken die Behandlungsmöglichkeiten ein?

Während des Turniers kommt es zu Konzentrationsschwächen, Fehlern und Stress durch Aufregung und Ängste?

Ihr Pferd leidet an den Folgen der Belastung nach dem Turnier?

Sie möchten die Rekonvaleszenz Ihres Pferdes professionell unterstützen um den Heilungsprozess zu optimieren?

Ihnen geht es um ein gesamtheitliches Gesundheitskonzept, mit dem Ziel ein physisches und psychisches Gleichgewicht Ihres Pferdes zu erreichen und aufrecht zu erhalten?

 

Homöopathie aus Liebe zum Pferd und für die Balance zwischen Gesundheit, Leistung und Dopingprävention!

Sprechen Sie mich an!

 

Erfolgreich im Sport

30.07.2018

Mustang Makeover in der Aachener Soers 04.-05. August 2018

Im Rahmen des Mustang Makeovers darf ich dieses Jahr Vorträge halten. Das Equimondi Expertenforum finden Sie im Presseforum des CHIO Gebäudes. Mein Vortrag lautet:

"Die homöopathische Notfallapotheke - welche Mittel gehören in eine Notfallapotheke und warum? Konkrete Anwendungsbeispiele der wichtigsten Arzneien"

Wann: Samstag, 04.08. um 10:40 Uhr und am Sonntag, 05.08. um 14:00 Uhr

 

Hier das ganze Programm: Mustang Makeover

18.06.2018

CAVALLO Academy 7. Juli 2018 Schloss Wickrath

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Dieses Jahr bin ich mit einem kleinen Stand und einem Vortrag dabei. Gern beantworte ich alle Fragen rund um die Homöopathie für Tiere und Pflanzen.

Mein Vortrag zur "Homöopathischen Notfallapotheke" findet um 16.40 Uhr im Hörsaal statt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

13.05.2018

Was hat Gesundheit mit Ernährung und dem Darm zu tun?

Ich lese gerade mal wieder das – zugegebenermaßen kritische und auch provozierende – Buch der österreichischen Tierärztin und Ernährungswissenschaftlerin Dr. med. vet. Jutta Ziegler: „Hunde würden länger leben, wenn …“

In Verbindung mit dem gerade stattgefundenen online Allergie- und Hautkongress, ist es mir ein Anliegen diesen Blog dem Thema „Ernährung und Gesundheit“ zu widmen. Für den Menschen wie für das Tier gilt gleichermaßen, dass Ernährung einen unmittelbaren Einfluss auf die Gesundheit hat.

Alles beginnt im Darm! – das wusste schon Hippokrates, 420 v. Chr.

Der Darm hat eine zentrale Bedeutung, denn Immunsystem und Darmgesundheit hängen eng zusammen. 80 % des Immunsystems sitzen schließlich im Darm, der fundamental an so vielen Gesundheits- und Krankheitsprozessen beteiligt ist.

Bei allen chronischen Erkrankungen spielt der Darm eine Rolle, egal was es ist! Das lässt ihn wie ich finde in einem ganz neuen Licht erscheinen, er verdient einfach unsere Aufmerksamkeit.

Ein betroffener Darm kann sich vielfältig äußern, wie z.B. in Autoimmunerkrankungen und Allergien aber auch in Blähungen, Bauchkrämpfen, durch unregelmäßigen Stuhlgang, Stuhlverhaltung oder  Durchfall, Hautproblemen, Stimmungsschwankungen und auch Vergiftungserscheinungen.

Immer wiederkehrende Infektionen, unterschiedlicher Art können hinweisend sein für einen Darmdefekt. Im Krankheitsfall ist eine Darmsanierung also elementar und genauso wichtig in der Folge ist, dass Ihr Tier gesund und artgerecht ernährt wird.

Schwefel verändert das Darmmilieu und unterstützt den Darm dabei die richtigen Darmbakterien anzusiedeln, aber auch Huminsäuren haben sich zur Sanierung bewährt.

Fleischfressern kann man darüber hinaus regelmäßig eine – selbst gekochte – (Rinder-) Knochenbrühe anbieten. Die Knochenbrühe ist eines der gesündesten Lebensmittel für den Darm, weil sie in einfach gelöster Form unheimlich viele Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren enthält. Anderseits aber auch wichtige Schwefelverbindungen für die Entgiftung. Meine Katzen und ich, wir werden das jetzt mal ausprobieren.

Vergessen wir auch nicht, dass der Darm noch eine sehr feinstoffliche Aufgabe hat, schließlich  verdaut er quasi alles was uns – und unseren Tieren – so widerfährt… 

Um die Balance des Immunsystems zu erhalten, oder wieder herzustellen, helfen Omega 3 Fettsäuren, die positiv auf die Zellgesundheit einwirken und damit einen wichtigen Beitrag zur Regulierung von Entzündungen im Körper leisten.

Omega 3 Fettsäuren kommen vor allem in fettem Fisch vor, aber auch in Leinöl.

Katzen können Sie also entweder regelmäßig frischen, fetten Fisch füttern, oder aber etwas Lachsöl über das Futter geben. Fisch ist als Hundefutter eher etwas ungewöhnlich aber durchaus verträglich, ich würde es einfach mal ausprobieren.

Zur Versorgung des Pferdes mit Omega 3 Fettsäuren empfiehlt sich Leinöl. Der Energiegehalt einer Tasse Öl entspricht in etwa 1 kg Hafer.  

Wenn wir unsere Tiere so artgerecht und naturnah wie möglich ernähren, danken Sie es uns mit Lebensfreude, Gesundheit und Vitalität.

Prof. Dr. Dr. Karl Probst ist ein großer Verfechter der Schwefelkur zur Darmsanierung und gestern erreichte mich sein neuester Infobrief mit einem wie ich finde sehr beeindruckenden Erfahrungsbericht einer Patientin.

Wenn es Sie interessiert, schauen Sie doch mal im Downloadbereich vorbei.

09.04.2018

Haarige Zeiten - der Fellwechsel

Spätestens jetzt ist es so weit, uns stehen haarige Zeiten bevor. Auch wenn die Steuerung des Fellwechsels über das Licht und damit über die Tageslänge erfolgt, kommt dieser Prozess jetzt bei den (endlich) wärmeren Temperaturen so richtig in Gang.

Was bedeutet das nun für den Organismus und wie kann man sein Pferd in dieser Zeit unterstützen?

Fellbildung ist Leistung - kann auch Stress bedeuten - und benötigt in jedem Fall Energie. Die Stoffwechselvorgänge im Körper werden gesteigert und als biologischer Effekt durch die hohe Stoffwechselanforderung stehen bspw. weniger Energie für den Magen/Darm Trakt und für die Infektionsabwehr bereit.

Die Anfälligkeit für Infektionen steigt also, ebenso das Risiko für Magen-/Darmerkrankungen und auch ein Leistungsabfall ist in dieser Zeit nicht selten.

Um das Pferd adäquat zu unterstützen, kommt in erster Linie der Ernährung eine wichtige Rolle zu. Wichtig ist vor allem ausreichend Raufutter und die Abdeckung des erhöhten Bedarfes an Mineralien und Spurenelementen.

Neben Zink, Kupfer, Selen und ungesättigten Fettsäuren kann man auch an eine zusätzliche Portion Bierhefe denken.

Damit das Pferd diese ganzen Nährstoffe auch verstoffwechseln kann, kommt dem Darm eine überaus bedeutende Rolle zu. Die Schleimschicht des Darms und die darin enthaltenen Bakterien sind dafür verantwortlich, die Aufspaltung der Nahrung in ihre kleinsten Bestandteile vorzunehmen. Diese Enzymaktivität ist essentiell dafür dass der Körper das Nahrungsangebot aufnehmen kann.

Um der erhöhten Infektanfälligkeit zu begegnen braucht es ein intaktes Immunsystem. Nun hängen Darmgesundheit und Immunsystem eng zusammen, denn 80 % des Immunsystems „sitzen schließlich im Darm“.

Zur Darmsanierung haben sich „Huminsäuren“ bewährt. Diese bilden einen feinen Schutzfilm auf der Darmschleimhaut und erschweren damit die Anhaftung infektiöser Erreger wie Bakterien, Viren und Pilze. Durch die Förderung der Schleimproduktion wird schließlich die Bildung einer gesunden Darmflora unterstützt.

Ganz gezielt können wir das Immunsystem auch homöopathisch unterstützen. Echinacea steigert die Aktivität der weißen Blutkörperchen und regt so intensiv die körpereigene Immunabwehr an.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal Hahnemann zitieren, der die Dosierung auf den Punkt gebracht hat: „So viel wie nötig und so wenig wie möglich“.

Gesunde, vitale Pferde kommen ja in der Regel gut mit dem Fellwechsel zurecht, aber ich meine es macht Sinn, sich einmal bewusst zu machen, dass sich unsere Pferde im Moment in einer anstrengenden Phase befinden. Sie jetzt nicht zusätzlich durch Wurmkur und Impfung zu belasten und wenn nötig durch die o.g. Maßnahmen zu unterstützen, ist für mich professionelles Gesundheitsmanagement!

Ich freue mich, wenn ich hierbei helfen kann!

10.03.2018

Das Züchterforum berichtet über die Homöopathie

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Vielen Dank an das Züchterforum, dass ich in der aktuellen März Ausgabe einen Artikel über die Möglichkeiten der homöopathischen Behandlung von Stute und Fohlen schreiben durfte.

Ausgehend von der eigenen Erfahrung durch die lebensbedrohliche Erkrankung meines Fohlens, stelle ich hier beispielhaft einige häufig zur Anwendung kommende Arzneien im Zuchtgeschehen vor.

Sehen Sie selbst, hier der ganze Artikel zum Download:

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15.02.2018

Arbeitskreis Homöopathie

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Ab diesem Jahr biete ich einen Arbeitskreis für Kolleginnen und Kollegen, oder Studenten der Tierhomöopathie an.

Die Gestaltung dieses Tages ist flexibel. Denkbar sind theoretische Sequenzen zu unterschiedlichen Themen, in denen vorhandene Kenntnisse aufgefrischt oder vertieft werden können.

Das Kernstück soll aber die Erarbeitung und der gemeinsame Austausch anhand konkreter Fälle sein. Die Teilnehmer haben Gelegenheit eigene Fälle zur Diskussion in der Gruppe vorzustellen. Gemeinsam können  Lösungsansätze erarbeitet und konkrete Fragen erörtert werden.

Der Arbeitskreis findet jeweils an einem Sonntag von 10.00 - ca. 16.00 h in meiner Praxis in Köln statt.

Termine 2018

18.03.

01.07.

16.09.

25.11.

Anmeldung unter 0179-49 78 763 oder mail@kleemann-tierheilpraxis.de

Ich freue mich auf reges Interesse ;-)

31.12.2017

Frohes Neues Jahr 2018

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Ich wünsche allen meinen Patienten und Freunden der Praxis ein gesundes, erfolgreiches und fröhliches Neues Jahr 2018!

Für die vielen netten Begegnungen und guten Gespräche bedanke ich mich an dieser Stelle ganz herzlich und freue mich auch im Neuen Jahr wieder mit viel positiver Energie für Ihre Tiere da zu sein.

 

Herzliche Grüße

Susanne Kleemann

 

 

24.12.2017

Frohe Weihnachten!

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Frohe Weihnachten und alles Gute für das kommende Jahr!

Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest im Kreis von Familie und Freunden. Ein wenig Zeit zum Atem holen und alles Gute, vor allem Gesundheit und viel Freude im kommenden Jahr!

"Nur die Ruhe in uns selbst lässt uns sorglos zu neuen Ufern treiben."

(Adalbert Stifter)

 

 

 

 

 

 

01.11.2017

Der St.GEORG berichtet über die Homöopathie

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Vielen Dank an den ST.GEORG, dass ich in der Oktober Ausgabe wieder über die homöopathische Behandlung von Pferden berichten durfte!

Diesmal mit vielen unterschiedlichen Fallbeispielen aus meiner Praxis in einem 16-seitigen "Special"!

Lesen Sie über die homöopathische Behandlung von: Fesselträger Verletzungen, Kolik, Equinen Sarkoiden, Bindehautentzündungen, akuten Weideverletzungen, Hauterkrankungen, manifestierten Ängsten und den Fall eines Pferdes mit wiederkehrendem Fieber.

 

Hier der ganze Artikel für Sie zum download: St.GEORG, Oktober 2017

 

 

 

12.10.2017

"Druse" und die Behandlung im akuten Fall

Druse im Bestand, das möchte man nicht so gerne haben.

Die Pferdeklinik Burg Müggenhausen hatte zu einem Infoabend eingeladen, in dessen Rahmen Dr. Rosa Barsnick, Burg Müggenhausen und Dr. Monika Venner, Pferdeklinik Destedt das Thema von vielen Seiten sehr anschaulich und interessant beleuchtet haben.

Der Erreger "Streptococcus equi subspecies equi" gelangt über Mundhöhle und Nasengänge zu den lymphatischen Geweben (Tonsillen/Follikeln) und weiter über Blut- und Lymphgefäße zu den Lymphknoten. Bereits jetzt beginnt die Keimausscheidung und das kann tückisch sein, denn auch klinisch unauffällige Pferde können zu den Auscheidern gehören!

Die Übertragung geschieht über direkten Kontakt, also die Interaktion von Pferden, den Deckakt und Schnauben. Aber auch durch indirekten Kontakt, also über kontaminierte Tränken, Tröge und Futterstellen, sowie den Menschen (Hände, Kleidung, Schuhe), etc.

Das klinische Bild zeigt sich idR mit teils hohem Fieber, Apathie und Fressunlust. Katarrh der oberen Atemwege mit Nasenausfluss und Rachenschwellung. Geschwollene (abszedierte) Lymphknoten, die Atemnot, Husten und Schluckbeschwerden hervorrufen können.

Wie bei allen schweren Erkrankungen ist der Schweregrad der Symptome abhängig vom Immunstatus des betroffenen Pferdes.

Nach Aussage der beiden Tierärztinnen ist die Gabe von Antibiotika (Penicillin) oder Entzündungshemmer nicht in jedem Fall sinnvoll. Das hängt vom Stadium der Erkrankung und dem Allgemeinbefinden des Pferdes ab.

Wichtig ist die Abszesse reifen zu lassen! Hier kann die Homöopathie wertvolle Unterstützung liefern, hält sie doch einige Arzneien bereit, die die Reifung von Abszessen zuverlässig fördern! Wie immer in der klassischen Homöopathie sind diese nach dem Ähnlichkeitsprinzip auszuwählen.

Ich denke bei Druse macht es großen Sinn dass Schulmedizin und Homöopathie zusammenarbeiten.

Bei dieser hochkontagiösen Erkrankung kommt dem Management des Bestandes eine entscheidende Rolle zu. Maßnahmen wie Isolieren von kranken Tieren und Hygiene sind essentiell um den Ausbruch zu limitieren.

Wann gilt ein Betrieb als drusefrei? Hierfür gibt es keine gesetzliche Regelung in Deutschland. Die internationale Empfehlung lautet: "Um Pferde nach Infektion/Erkrankung als drusefrei klassifizieren zu können, sind 3 negative Proben (PCR und Kultur) im wöchentlichen Abstand notwendig. Die Beprobung sollte nicht früher als 3 Wochen nach dem vollständigen Abklingen der Symptome und Absetzen der Antibiose beginnen".

Derzeit ist trotz verfügbarer Impfstoffe im Ausland (z.B. USA) keine Vorbeugung effektiv.

14.09.2017

Vortrag über die homöopathische Behandlung von Tieren

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Ich freue mich sehr darüber, dass Krämer Reitsport mich eingeladen hat im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung im Krämer Mega Store Neukirchen-Vluyn Vorträge über die homöopathische Behandlung von Tieren zu halten. Kommt doch mal vorbei!

12. Oktober um 16.00 h "Die homöopathische Behandlung von aktuten Erkrankungen"

13. Oktober um 15.00 h "Homöopathische Hilfe im chronischen Fall"

14. Oktober um 13.00 h "Die homöopathische Notfallapotheke"

Hier das ganze Programm zum Download: Krämer Reitsport Jubiläum

11.07.2017

CAVALLO Academy

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Am 8. Juli fand auf Schloss Wickrath die CAVALLO Academy statt. Bei schönstem Sommerwetter gab es ein buntes Programm rund ums Pferd.

Mich hatten vor allem die Vorträge interessiert. Insbesondere die neuesten Erkenntnisse über die Auswirkung zu fest zugezogener Nasenriemen, wissenschaftlich erhoben und vorgetragen von Frau Dr. Kathrin Kienapfel.

Man kann es nicht oft genug sagen, zum Wohle des Pferdes und als Voraussetzung für ein entspanntes, zufrieden kauendes Pferd MÜSSEN 2 Finger AUF dem Nasenrücken unter den verschnallten Nasenriemen passen!

Messungen haben ergeben, dass der Kortisolspiegel des Pferdes bei zu fester Verschnallung drastisch ansteigt, von der Einschränkung der Atmung ganz zu schweigen.

Das war ein interessanter Tag - im nächsten Jahr bin ich auch mit einem Vortrag dabei!

23.04.2017

ST.GEORG Artikel

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Ich freue mich natürlich sehr, dass der ST.GEORG in der April Ausgabe über die Homöopathie im Pferdesport und über meine Arbeit berichtet!

Tierärzte und Reiter sind in dem Dilemma, dass Turnierpferd bei Erkrankung adäquat zu behandeln, bzw. behandeln zu lassen, um einerseits der Gesundheit des Pferdes gerecht zu werden, andererseits aber die geltenden Bestimmungen nicht zu verletzen. Im Wettkampf selber können die Pferde nur sehr eingeschränkt behandelt werden.

Hier kann die Homöopathie wirksam unterstützen, da homöopathische Arzneien ab der Potenz D7 nicht unter die Antidopingregelung fallen, ist eine Behandlung jederzeit möglich.

Grundsätzlich muss natürlich gelten, dass das Pferd auch prinzipiell nach Abklingen der Beschwerden "fit to compete" und damit einsatzfähig ist.

Hier der ganze Artikel für Sie zum download: ST.GEORG, April 2017

 

06.04.2017

Die homöopathische Notfallapotheke

Das Interesse an meinem Vortrag über die homöopathische Notfallapotheke auf der EQUITANA war so groß, dass ich die Übersicht über die in Frage kommenden Arzneien hier zum Download bereitstelle.

Die homöopathische Notfallapotheke

03.04.2017

Fallstudie

Im vorliegenden Fall soll über die Entstehung, Diagnose, Behandlung und Prognose einer Strahlbeinzyste berichtet werden. Das Pferd wurde klassisch schulmedizinisch und begleitend homöopathisch behandelt.

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17.03.2017

Das Pferd (Teil 7) ...

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"Dein Pferd sei zuverlässiger Freund, nicht dein Sklave."

 

Xenophon, ca. 430-354 v. Chr.

 

 

 

 

 

 

02.03.2017

EQUITANA 18.-26.03.2017

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Die EQUITANA steht wieder vor der Tür. Vom 19.-26.03.2017 werde ich täglich 2 Vorträge über die homöopathische Behandlung von Pferden halten. Sie finden uns im Forum der Halle 1A.

Im Einzelnen geht es um folgende Themen:

Die homöopathische Behandlung von akuten Erkrankungen


Homöopathische Hilfe im chronischen Fall


Die homöopathische Notfallapotheke und der Umgang mit homöopathischen Arzneien

 

Schauen Sie doch mal vorbei!

 

Nachstehend der link zum gesamten Vortragsprogramm:

EQUITANA Vortragsprogramm:

 

05.12.2016

Wundheilung

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Bei diesem Fall hatte sich die kleine Katze die Wundnaht nach erfolgter Kastration selber wieder aufgebissen. Der Tierarzt schlug vor, die Wunde wieder aufzuschneiden und neu zu vernähen, damit Heilung erfolgen kann.

Wir haben es auf homöopathischem Wege versucht. Zunächst wurde die Katze mit der Arznei Staphisagria unterstützt. Da Staphisagria das Mittel erster Wahl bei Schnittwunden ist, ist es von großem Nutzen bei Operationen - insbesondere Bauch OPs wie Kastration und Laparotomie.

Die Wunde selber wurde parallel äußerlich mit Calendula Urtinktur behandelt. Was dann passierte hat uns alle überrascht, bitte sehen Sie selbst ...

Die komplette Wundheilung hat keine ganze Woche gedauert!

weitere Bilder

01.12.2016

Das Pferd (Teil 6) ...

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Und in der Tat, ein Pferd das sich stolz erhebt, ist etwas so Schönes - wert es zu bewundern und zu bestaunen, dass es die Augen aller Zuschauer auf sich zieht. Keiner wird müde es anzuschauen, solange es sich in seiner Pracht präsentiert.

Xenophon über die Reitkunst

 

 

 

 

 

 

01.11.2016

Xenophon feiert 10-jähriges Jubiläum

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Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von Xenophon waren wir zu Gast bei der Familie Balkenhol. Herzliche Gastfreundschaft auf diesem wunderschönen Hof bei herrlichem Sonnenschein schafften eine bezaubernde Atmosphäre!

Feines Reiten prägte die Präsentation von Pferden unterschiedlichen Alters und Ausbildungsstufen unter verschiedenen Reitern, charmant kommentiert von Herrn Balkenhol. Ohne Zweifel stehen hier die Pferde im Mittelpunkt!

Ein Höhepunkt war für mich die Präsentation von Dablino durch Anabel Balkenhol - Gänsehaut!

Das anschließende "Hippologische Dinner" wurde durch verschiedene Vorträge u.a. von Jan Tönjes, dem Chefredakteur des St.GEORG begleitet. Am Ende waren sich alle einig, "richtig Reiten reicht", wie es der kürzlich im Alter von 100 Jahren verstorbene Paul Stecken auf den Punkt gebracht hat.

Was für ein schöner Tag!

24.10.2016

"Leistungsschwäche und Leistungsoptimierung bei Sport- und Freizeitpferden"

Die Pferdeklinik am Kottenforst unter der Leitung von Carsten Rohde veranstaltete ein tolles Seminar zum Thema "Leistungsschwäche und Leistungsoptimierung bei Sport- und Freizeitpferden".

Die Themen waren bunt gemischt und reichten von medizinischen Aspekten wie Erkrankungen, bildgebende Verfahren und Biomechanik über die Dopinganalytik im Pferdesport bis hin zur Fütterung. Nachstehend nur einige wenige für mich sehr interessante Aussagen:

Durch verschiedene Studien belegt wurde die Aussage, dass Ursache und Wirkung von bildgebenden Verfahren und klinischem Befund NICHT korrelieren müssen. Nach allgemeiner Zustimmung wurde die Bedeutung röntgenologischer oder szintigraphischer Befunde ggü. der klinischen Einschätzung relativiert.

Einer weiteren Studie zufolge wird bei der Rollkur die Funktion der oberen Atemwege eingeschränkt und der Luftstrom dadurch deutlich vermindert. Es wurde eine Einengung der Atemwegsdurchmesser bis zu 20 % und ein erhöhter Stresslevel gemessen!

Interessant finde ich auch die Aussage dass die Mehrheit der positiven Dopingproben durch Entzündungshemmer und Kortison zustande kommt, hier muss man von Fehlern in der Einschätzung der Nachweiszeiten ausgehen. Da Nachweiszeiten abhängig von der Applikationsart und der Menge des verabreichten Medikaments sind, können angegebene Nachweiszeiten nur Anhaltswerte sein. Die Unsicherheit ist groß!

An dieser Stelle möchte ich noch einmal hervorheben, dass homöopathische Arzneien ab der Potenzstufe D7, ADMR-konform sind!

Noch ein interessantes Statement zur Fütterung: "Mehr als 2 Ergänzungsfutter haben eine Überversorgung zu Folge"! Weniger ist also mehr, es lohnt sich beim Thema Fütterung von kompetenter Seite beraten zu lassen.

Nicht zuletzt die Aussage daß gutes Reiten für die Pferdegesundheit unersetzlich ist - dem ist nichts hinzuzufügen!

12.04.2016

Diagnose: Anaplasmose

Im Herbst 2014 konnte sich der Hund kaum noch bewegen. Zunächst war die Ursache nicht klar und erst nach verschiedenen Arztkonsultationen und unterschiedlichen Diagnosen, wurde Anaplasmose festgestellt - vermutlich durch einen Zeckenbiss verursacht.

Nach einer Therapie mit Antibiotika ging es dem Hund zunächst wieder gut, aber schon 4 Monate später mochte er sich so gar nicht mehr bewegen und leider griffen jetzt auch die verordneten Medikamente nicht mehr.

Als ich den Hund das erste Mal sah, lag er in der Küche auf einer Decke und blieb auch dort. Er wedelte mit dem Schwanz und hob den Kopf, mehr aber auch nicht. Es ging Ihm offensichtlich nicht gut.

Die Erkrankung äußerte sich in diesem Fall durch eine wiederkehrende Polyarthritis, aufgrund der zugrunde liegenden Immunschwäche. Es kommt bei Anaplasmose darauf an, das Immunsystem des Patienten dauerhaft so zu stabilisieren, dass es entweder alle Anaplasmen vernichten, oder die sich vermehrenden Anaplasmen unschädlich machen kann.

Nach Absetzen der Antibiotika begannen wir die Therapie mit Natrium muriaticum, das den Hund aus meiner Sicht sehr gut repräsentierte und auch die akuten Beschwerden abdeckte. Zunächst änderte sich aber nicht viel, nach wie vor war Laufen für den Hund beschwerlich und er nahm auch nicht wirklich am Leben teil. Aber immerhin stabilisierte er sich so, dass er mit den Haltern zusammen in den Urlaub fahren konnte und dort auch ein wenig vitaler wurde.

Insgesamt aber muss man sagen, dass die Besserung eher geringgradig war. Deshalb hatte ich mich nach einer erneuten Fallaufnahme zu einem Wechsel des Mittels entschieden.

Der Hund bekam die homöopathische Arznei Bryonia, im Übrigen ein Akutmittel zu Natrium-muriaticum, und nun ging es so ganz langsam aufwärts. Er nahm wieder ein wenig mehr am Leben teil, bellte jetzt, wenn jemand an der Haustür war, kam auch mal ins Wohnzimmer, das hatte er alles schon lange nicht mehr getan.

Wir tasteten uns vorsichtig an die passende Dosierung der Arznei heran und konnten erleben, wie es dem Hund langsam, aber doch stetig immer besser ging. Über 5 Monate bekam der Hund die Arznei nun in regelmäßigen Abständen und hat sich darunter wieder vollständig erholt!

Er macht jetzt einen fitten und vitalen Eindruck, so wie die Halter ihn vor seiner Erkrankung kannten!

Ich finde diesen Fall so schön, weil der Hund seine Lebensfreude und -qualität wieder erlangt hat, aber auch, weil sich hier zeigt, dass die Homöopathie oftmals einen anderen Zugang zu einer Erkrankung hat, als die Schulmedizin.

Dennoch bleibe ich dabei, dass eine Zusammenarbeit mit den Kollegen aus der Tierärzteschaft sinnvoll und zielführend ist, eine genaue Diagnostik ist auch für die homöopathische Behandlung wichtig.

 

30.03.2016

Das Pferd steht plötzlich mit hohem Fieber im Stall

Wieder einmal mein eigenes Pferd, das die Homöopathie herausfordert. Ich bekam morgens einen Anruf, dass er nicht gefressen hätte und einen matten Eindruck macht. Die Fieberkontrolle ergab 39,0 Grad. Bis Mittag war es bereits auf 39,4 Grad angestiegen.

Mein Pferd stand mit hängendem Kopf in der Ecke, zog auffällig die gespannte Bauchdecke hoch und schmatzte immer wieder, als ob ihm schlecht sei. Puls, Herz, Atmung, Schleimhäute unauffällig, ebenso die Darmperistaltik.

Langsames Führen machte es nicht besser, er schien leichte Schwierigkeiten mit der Motorik und Koordination zu haben, Temperatur 39,7.

Zurück in der Box bekam er eine Gabe Nux-vomica C30. Nux-v ist eigentlich kein spezielles Fiebermittel, deckte aber die Symptome ab, die er zeigte. Das Mittel habe ich bis zum Abend noch ein paar Mal wiederholt. Am Abend war die Temperatur leicht wieder auf 39,4 gesunken, mein Pferd machte einen leicht stabileren Eindruck. Er entspannte etwas mehr und begann etwas Heu zu fressen. Zur Kontrolle hatten wir Blut abgenommen.

Am nächsten Morgen war das Fieber auf 38,5 Grad gesunken, mein Pferd fraß wieder und machte einen ganz munteren Eindruck. Er bekam noch eine Gabe Nux-v und bis zum Abend war die Temperatur wieder bei 37,5 Grad.

Das Blutergebnis ergab katastrophale Leberwerte. Ich gehe davon aus, dass mein Pferd irgendetwas Toxisches aufgenommen haben muss. Das würde auch die phänomenale Wirkung von Nux-v - eines der Hauptmittel für Vergiftungen - erklären.

In der Folge wurde er konstitutionell mit Phosphor und organotrop mit Carduus marianus behandelt. Die Blutkontrolle nach 5 Wochen ergab ein (fast) wieder normales Leberprofil.

An diesem Fall zeigt sich schön, dass die Homöopathie eine phantastische Wirkung bei Akutfällen hat, die Kunst besteht „lediglich“ darin das richtige Mittel zu finden!

01.03.2016

Ist eine prophylaktische Entwurmung wirklich sinnvoll?

Infektionen mit Endoparasiten spielen bei Pferden eine große Rolle und können nicht unerhebliche Schäden verursachen. In der Praxis werden bisher regelmäßige Entwurmungen zur Prävention von Sekundärerkrankungen empfohlen, ohne den tatsächlichen Parasitenbefall bzw. die Notwendigkeit einer Entwurmung zu überprüfen.

Da diese Praxis zu vermehrter Resistenzbildung führt, wird auch auf Empfehlung der Tierärzte immer häufiger dazu übergegangen, mittels Kotproben gezielt das Ausmaß des Parasitenbefalls zu untersuchen und nur die Pferde zu behandeln, die infiziert sind. Ein geringer Wurmbefall gilt inzwischen in der Tiermedizin als tolerabel.

Zahlreiche Parasitologen sind der Meinung, dass Pferde heute nur dann entwurmt werden sollten, wenn nicht nur ein positiver Befund erstellt wurde, sondern wenn zusätzlich die Zahl an Parasiteneiern darauf hinweist, dass eine antiparasitäre Behandlung auch wirklich notwendig und sinnvoll ist.

Hierzu eignet sich das McMaster Verfahren, um nicht nur das Vorhandensein von Parasiteneiern in Kotproben abzuklären sondern gleichzeitig eine Aussage über den Gehalt zu machen.

Ich arbeite mit dem Labor Vetscreen zusammen, bitte sprechen Sie mich an, wenn Sie sich für eine Kotprobe als Alternative zur Wurmkur entscheiden.

29.02.2016

EU will Arzneimittelrecht für Tiere novellieren

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Die neue Verordnung soll das bisher geltende Recht für Tierarzneimittel novellieren bzw. ablösen.

Mit dem Entwurf verfolgt die EU u.a. die Ziele, den Antibiotika-Einsatz bei Nutztieren einzudämmen, die Verfügbarkeit von Arzneimitteln für Tiere zu erhöhen und einen Beitrag zur Lebensmittelsicherheit zu leisten.

Um dies zu erreichen, will die EU u.a. ein zentrales Zulassungsverfahren für Tierarzneimittel schaffen. Damit sollen Tiere künftig nur noch solche Arzneimittel erhalten dürfen, die explizit als Tierarzneimittel zugelassen sind.

Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass der Einsatz von Antibiotika bei lebensmittelliefernden Tieren reduziert und die Nebenwirkungen von Tierarzneimitteln besser überwacht werden sollen, aber diese Form der Umsetzung  schießt doch weit über das Ziel hinaus, mehr noch – ein klarer Zusammenhang ist schlicht nicht erkennbar!

Denn es ist damit zu rechnen, dass viele homöopathische und pflanzliche Präparate als Alternative zu allopathischen Medikamenten künftig für Tiere nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Kaum ein Hersteller wird wegen der hohen Kosten eine gesonderte Zulassung als Tierarzneimittel beantragen, die außerdem noch für jede einzelne Tierart gesondert zu erfolgen hätte.

Problematisch an dem Entwurf ist darüber hinaus, dass entgegen den bisherigen Regelungen im Arzneimittelgesetz künftig auch Produkte zur Tierpflege, zur ergänzenden Fütterung und natürlichen Gesunderhaltung als Arzneimittel definiert werden und damit ebenfalls einer gesonderten Zulassung als Tierarzneimittel bedürften.

Dies wird mit großer Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass eine ganze Reihe von Medikamenten, v.a. pflanzlichen Ursprungs vom Markt verschwinden werden.

Im Gegensatz zu dem formulierten Ziel des Entwurfes, wird hierdurch vielmehr die Erhaltung der Therapievielfalt traditioneller Methoden in der Tierheilkunde gefährdet und damit die Einsatzmöglichkeit von Alternativen zu Antibiotika deutlich beschränkt.

Es bedeutet schlicht eine massive Einschränkung der Anwendungsmöglichkeiten für jeden Tierhalter, Biolandwirt und Tierheilpraktiker gleichermaßen, wäre doch der Einsatz von Homöopathika und Naturheilmitteln in der Tierheilkunde geradezu bedroht. Ein Verbot der Abgabe dieser Arzneimittel auch an Tiere würde den Fortschritt der Medizin um Jahrzehnte zurückwerfen!

Außerdem würden weiterhin zur Verfügung stehende Produkte durch das geplante neue Zulassungsverfahren deutlich verteuert und nur noch eingeschränkt verfügbar sein, da ausschließlich  über zugelassene Tierärzte erhältlich.

Wirtschaftlich betroffen wären aber auch Hersteller von naturheilkundlichen Arzneimitteln, die für jede Tierart speziell eine Zulassung beantragen müssten. Insbesondere die Bio-Landwirte wären hart betroffen, da die neue Verordnung im krassen Widerspruch zur EU-Bio-Verordnung 834/2007 steht, wonach die Behandlung mit alternativen Arzneimitteln Vorrang haben muss vor einer Behandlung mit chemisch-synthetischen Arzneimitteln.

Mit Umsetzung dieses Entwurfes hätte die Pharmaindustrie den Markt quasi für sich alleine und alternative Therapien würden weitestgehend der Vergangenheit angehören.

Unter der Federführung deutscher Tierheilpraktikerverbände wurde eine Stellungnahme zur Verordnung beim Deutschen Bundestag eingereicht:

Petition 61871

Tierschutz - Keine Umsetzung der EU-Verordnung COM (2014) 558 im Hinblick auf den Einsatz homöopathischer und naturheilkundlicher Arzneimittel für Tiere vom 28.10.2015

Text der Petition

„Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Vertreter Deutschlands in der EU der EU-Verordnung für Tierarzneimittel KOM 558 in der vorliegenden Form nicht zustimmen. Homöopathische und naturheilkundliche Arzneimittel müssen auch mit der neuen EU-Verordnung für Tiere erhalten bleiben. Die Anwendung vorhandener homöopathischer und naturheilkundlicher Arzneimittel und traditioneller Produkte zur Pflege, Fütterung und Prophylaxe durch Tierhalter und Tierheilpraktiker muss möglich bleiben“.

Offizielles Ergebnis am 24.02.2016 lt. Deutschem Bundestag:

Anzahl Online-Mitzeichner
52273

Anzahl Offline-Mitzeichner
24846

Quorum erreicht
Ja  (erforderlich wären 50.000 Stimmen gewesen)

Die Beratung des Entwurfes wird nun voraussichtlich noch mehrere Monate dauern. Auf deutscher Seite ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft federführend für die Beratungen im Ausschuss.

(Anmerkung: Eine EU-Verordnung wird mit ihrer Verabschiedung durch das EU-Parlament und den Rat unmittelbar geltendes Recht in allen Mitgliedstaaten. Es bedarf zur Geltung keines Umsetzungsaktes der Mitgliedstaaten.)

13.01.2016

Rheinlands Reiter + Pferde

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Das Pferdesportmagazin Rheinlands Reiter + Pferde widmet der Homöopathie im Pferdesport und meiner Arbeit einen großen Artikel in der Januar Ausgabe 2016.

Das freut mich natürlich sehr, sehen Sie selbst ...

 

 

 

 

 

 

 

 

05.01.2016

(Fromme) Wünsche an die Sehnentherapie

aus: Reiter Revue International 5/2015

-> Schmerz lindern

-> Schwellung reduzieren

-> Entzündung hemmen

-> Narbenbildung einschränken

-> Neue Fasern parallel zu den gesunden Sehnenfasern ausrichten

-> Bildung von quervernetztem, elastischen Kollagen

-> Heilung beschleunigen

-> dopingfrei

-> kurze Rehabilitationszeit und geringe Rückfall-Rate

 

Zusammengefasst: HOMÖOPATHIE

 

21.12.2015

Zellregeneration bei AKUTEN Verletzungen

Beim Stoffwechsel auf Zellebene tritt über die arteriellen Blutgefäße Gewebewasser aus, aus dem sich die Zellen die benötigten Nährstoffe holen. Bei einer Verletzung wird vermehrt Gewebeflüssigkeit ausgeschüttet um die Entzündung zu bekämpfen, dieser Prozess geht idR mit sichtbaren Schwellungen, Rötungen und Hitze einher.

Für einen optimalen Heilungsprozess ist es daher wichtig, den Zellstoffwechsel so zu unterstützen, dass die Abfallstoffe schnell wieder abtransportiert werden können, so dass möglichst keine Schädigung im Gewebe mit anschließender Narbenbildung zurückbleibt. Das gefürchtete Narbengewebe ist einfach nicht so elastisch und damit so belastbar wir gesunde Fasern und die Gefahr erneuter Verletzungen damit hoch.

Alle heute gängigen Therapieformen wie Stoßwellen-, FP4-Laser-, oder Matrix-Therapie, Magnetfeld-, oder Mittelfrequenzstromanwendungen, u.a. haben daher das Ziel den Zellstoffwechsel im Gewebe zu fördern und damit Heilung anzuregen und Schmerz zu verringern.

Viele dieser äußerlich angewendeten Verfahren haben ihren Ursprung in der Humanmedizin. Bei der Anwendung am Pferd gilt es allerdings zu bedenken, dass beim Pferd anatomisch ganz andere Tiefen erreicht werden müssen als beim menschlichen Körper.

Die Homöopathie hat dasselbe Ziel der Zellregeneration, verfolgt aber einen anderen Ansatz. Durch den Impuls der richtigen Arznei sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers dazu angeregt werden, den gewünschten Heilungsprozess in Gang zu setzen. Die Zellregeneration und der Schadstoffabtransport wird so unterstützt, der Bildung von ungünstigem Narbengewebe demnach vorgebeugt.

Nicht zu unterschätzen sind Angst- und ggf. auch Schockzustände nach einem Unfall oder Trauma, die man homöopathisch ebenfalls augenblicklich abmildern kann.

Arnica ist als erstes Verletzungsmittel zu Recht sehr bekannt. Unter dem Einfluss dieser Arznei werden die Kapillargefäße erweitert, wodurch die im Verletzungsfall austretende Gewebeflüssigkeit schnell abtransportiert werden kann. Die bessere Durchblutung unterstützt eine rasche Geweberegeneration, einer anschließenden Narbenbildung wird vorgebeugt!

Arnica ist nicht nur ein großes Mittel bei Verletzungen aller Art mit Gewebetrauma, sondern mildert auch die oftmals mit Unfällen verbundenen Schocksymptome augenblicklich ab!

Für einen dauerhaften physischen Heilungserfolg ist frühzeitige kontrollierte Bewegung - nach modernen sportwissenschaftlichen Erkenntnissen, nicht nur auf harten, sondern durchaus auch auf unterschiedlichen weichen Böden - essentiell, um Impulse zu setzen und die frische Narbe "in Dehnung zu bringen".

Begleitende physiotherapeutische Maßnahmen wie Lymphdrainage, Dehnungsübungen, Faszien lockern, u.a. ergänzen sinnvoll den Heilungsprozess.

Auch hier zeigt sich wieder, wie sinnvoll die Zusammenarbeit von Tierarzt, Homöopath, Physiotherapeut, u.a. im Sinne einer Genesung ist.

 

27.11.2015

Intermittierendes Fieber unklarer Genese

Symptomatik:

Immer wieder hohes Fieber, leichte Kolikanzeichen, schlechter Allgemeinzustand

Das Pferd war bereits seit einigen Tagen in der Klinik, als ich dazu gebeten wurde. Es ist für Ihn schon der zweite Klinikaufenthalt in wenigen Tagen. Der 4-jährige befindet sich zu diesem Zeitpunkunkt in einem schlechten Allgemeinzustand. Mir fiel auf, dass der Kopf warm, der Körper und vor allem die Beine aber eher kalt waren. Er ließ sich überall anfassen, auf Druck auf den Bauch reagierte er nicht. Trotz seiner schlechten Verfassung hatte er sein Heu gefressen.

Was war passiert: Das Pferd hatte in der Woche zuvor plötzlich 40,5 Grad Fieber und leichte Kolikanzeichen gezeigt, woraufhin er in die Klinik überwiesen wurde. Zu diesem Zeitpunkt war das Blut unauffällig, Bauchultraschall, Torax und rektale Untersuchung, ohne Befund. Mit Fiebersenkern normalisierte sich auch die Temperatur und der kleine Kerl durfte wieder nach Hause.

Aber schon am nächsten Tag war das Fieber trotz Fiebersenker wieder auf 40,5 Grad gestiegen, so dass er wieder in die Klinik kam. Jetzt waren auch die Entzündungswerte im Blut auf 22.000 bedenklich gestiegen und ein Bauchpunktat gab Anlass zur Besorgnis. Nur die Ursache war nach wie vor trotz aller sorgfältigen Diagnostik unklar und die Medikamente schlugen nicht so an wie erhofft.

Ich habe mit der Halterin in der Klinik eine ausführliche Anamnese vorgenommen, um über die akute klinische Situation hinaus ein Bild von dem Pferd zu bekommen. Aufgrund der aktuellen Symptome aber vor allem, da das Pferd bereits so viele Medikamente bekommen hatte und eine positive Beziehung zu dem konstitutionellen Mittel bestand, haben wir die homöopathische Behandlung mit Sulphur begonnen.

Am nächsten Morgen war die Temperatur vor Verabreichung des Fiebersenkers nicht wieder angestiegen, der kleine Kerl war noch ziemlich angeschlagen, hatte aber über Nacht sein Heu aufgefressen.

Wir haben die homöopathische Behandlung dann mit dem konstitutionellen Mittel Calcium carbonicum fortgesetzt, woraufhin sich die Temperatur langsam normalisierte und die Entzündungswerte sanken, ein erneutes Bauchpunktat war ohne Befund!

In den nächsten Tagen konnte man zusehen, wie das Pferd munterer wurde und sich die klinischen Werte nach und nach weiter verbesserten. Nach 5 Tagen waren die Leukozyten annähernd wieder im Normalbereich, die Temperatur stabil, der Allgemeinzustand deutlich gebessert. Das Pferd durfte wieder nach Hause!

Natürlich war das zu diesem Zeitpunkt immer noch eine sensible gesundheitliche Situation, aber wir haben die Behandlung noch eine ganze Zeit lang mit Calcium fortgesetzt und die klinischen Werte aufmerksam kontrolliert. Es war schön zu sehen, wie dieses junge Pferd nach und nach wieder seine alte Kraft und Lebensfreude zurück erlangte.

Was die Ursache dieser schweren Erkrankung gewesen ist, werden wir wohl nie erfahren, aber auch an diesem Fall zeigt sich, dass die Homöopathie oftmals einen anderen Zugang zu einer Erkrankung hat als die Schulmedizin und wie sich beide Heilmethoden wirkungsvoll ergänzen können.

15.11.2015

Das Pferd (Teil 5) ...

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"Die Pferde lehren uns wie man ohne Aggression um etwas bittet, wie man bedingungslos liebt, und wie man die zerstörerische Seite der Perfektion meidet. Sie lehren uns, uns selbst durch Teilen, Geben und Heilen zu verbessern.

Sie lehren uns, den besten Traditionen der Vergangenheit treu zu bleiben, während wir unseren Blick für die Welt, die wir erschaffen, erweitern."

 

(aus: Die wahre Natur des Pferdes ... von Dominique Barbier)

 

 

 

30.10.2015

Behandlung von Wunden

Bei der Behandlung von Wunden kommt der Calendula eine besondere Bedeutung zu. Aus diesem Grund möchte ich die Arznei an dieser Stelle gesondert würdigen.

Calendula officinalis gehört zu den Korbblütengewächsen und damit zu der gleichen Familie wie Arnica und Bellis perennis. Calendula ist ein bemerkenswertes Heilmittel bei offenen Fleischwunden, Riss- oder Schnittverletzungen, bei zerklüfteten oder eiternden Wunden, die mit starken Schmerzen oder auch Juckreiz einhergehen. Es fördert die Bildung von gesundem Granulationsgewebe und eine rasche primäre Wundheilung.

In meiner Praxis ist die äußerliche Anwendung von verdünnter Calendula Urtinktur das Mittel der Wahl bei allen offenen Wunden oder Verletzungen. Diese Arzneilösung hat so hervorragende antiseptische und vernarbungsfördernde Eigenschaften, da sie die Regeneration der Zellen im Inneren der Wunde anregt.

Jod beispielsweise wirkt stark antiseptisch auf Keime, verfärbt und verbrennt die Zellen jedoch und bringt sie dadurch zum Absterben. Calendula hingegen wirkt nicht unmittelbar auf die Keime, sondern auf die Zellimmunität des Organismus selbst, wodurch sich die Keime nicht weiter vermehren. Darüberhinaus ist Calendula neben anderen Arzneien ein ausgezeichnetes Mittel zum Stillen der Wundblutung.

15.10.2015

Diagnose: "Fesselträger"

Symptomatik:

Hinterhandlahmheit, das Hinterbein kann nicht unter den Schwerpunkt gesetzt werden

Jeder fürchtet die Diagnose "Fesselträger", ist doch der Fesselträgerapparat eine ständige und oftmals hoch belastete Struktur, die sehr empfindlich und anfällig für Ermüdungsreize ist. Eine immer wieder leicht einsetzende Reizung reicht aus, um die Leistung des Pferdes zu beeinträchtigen.

Bei einem chronisch gereizten Fesselträger, der durch Belastung akute Faserschäden erleidet, ist nur sehr schwer die volle Leistungsfähigkeit des Pferdes wiederherzustellen.

Bei frischen Läsionen geht es zunächst darum, die Selbstschädigung des Gewebes durch Entzündungsstoffe zu verhindern. Es sollen sich möglichst schnell neue, belastbare und längs ausgerichtete Fasern bilden und gleichzeitig soll die Bildung von wenig belastbarem Narbengewebe möglichst vermieden oder zumindest minimiert werden. Bei chronischen Verletzungen gilt es den körpereigenen Regenerations- und Reparaturmechanismus zu aktivieren.

Schulmedizinisch kommen heute unterschiedliche Therapieverfahren zum Einsatz. Auch die Homöopathie bietet für den Fachbereich der Orthopädie eine Fülle an wirkungsvollen Arzneien und kann eine schulmedizinische Behandlung eindrucksvoll unterstützen, wie der nachfolgende Fall zeigt.

Das Pferd hatte eine massive Fesselträgerverletzung erlitten. Die Verletzung war am Fesselträgerursprung, daher war es sehr wahrscheinlich, dass die Knochenhaut ebenfalls geschädigt war. Der Ultraschall zeigte ein Loch, Verklebungen oder Calcium Einlagerungen waren nicht zu sehen.

In der Klinik war eine Eigenblutbehandlung (PRP) erfolgt. Die Prognose der Ärzte lautete 6 – 9 Monate Ruhe, Rezidivrate 60 %! Die erste Nachuntersuchung sollte nach 3 Monaten erfolgen.

Noch bevor das Pferd zur Untersuchung in der Klinik vorgestellt wurde, hatte er eine Gabe Arnica C1000 erhalten. Arnica ist eine große Arznei für Verletzungen und Überanstrengungen, wirkt schmerzlindernd und fördert die im Akutfall so wichtige Resorption von Exsudaten.

Die weitere Behandlung erfolgte mit Ruta, da hier eine Periostbeteiligung vorhanden war. Ruta ist das Hauptmittel nach Arnica für frische Verletzungen des Periosts und hat u.a. einen besonderen Bezug zu Erkrankungen und Überanstrengungen von Sehnen, Sehnenansatzstellen, Bändern, Gelenken und Knochen.

Das Pferd machte derweil einen sehr guten Eindruck, er wurde leicht im Schritt bewegt, war gut drauf und sah gut aus. Nach 3 Monaten erfolgte die 1. Nachuntersuchung in der Klinik.

Mehrere (da der Tierarzt so überrascht war) Ultraschalluntersuchungen ergaben eine fast vollständige Verheilung des geschädigten Fesselträgergewebes, die Fasern begannen bereits wieder sich parallel auszurichten. Das Pferd ging nur noch geringgradig lahm. Damit hatte der Tierarzt nach eigener Aussage nicht gerechnet.

An der Knochenhaut waren leichte Auftreibungen zu sehen, was auch von einer alten Verletzung rühren konnte. Daher bekam das Pferd eine Gabe Calcium fluoricum, das für chronische Folgen von Verletzungen, Knochentraumen, Periosttraumen mit der Tendenz zur Calcifizierung steht.

Konstitutionell und ebenfalls mit großem Bezug zu der erlittenen Verletzung wurde der Heilungsprozess nachfolgend mit Calcium carbonicum unterstützt.

Nach weiteren 3 Monaten ergab die 2. Nachuntersuchung ein 100% lahmfreies Pferd, auf dem Ultraschall waren keine Calcifizierungen mehr zu sehen, die Faserstruktur war parallel ausgerichtet. Das Pferd durfte wieder langsam aufgebaut werden.

Bei der Abschlussuntersuchung zeigte das Röntgenbild eine leichte Verdickung des Knochens an der Stelle der ursprünglichen Verletzung. Das Pferd wird weiterhin in großen Abständen konstitutionell mit Calcium carbonicum behandelt und befindet sich heute wieder im Training.

Alles in Allem kann man sagen, dass der Heilungsprozess mit Unterstützung durch die homöopathische Behandlung sehr gut verlaufen ist und die Heilungsreaktion deutlich schneller erfolgte, als ursprünglich prognostiziert.

 

24.09.2015

Schwieriger Start ins Leben

Symptomatik:

Appetitlosigkeit, Durchfall, aufgegaster Darm, Gewichtsverlust

Im Alter von 7 Wochen stockte plötzlich die Entwicklung des kleinen Katers. Er hatte bislang gut zugenommen und war munter und fröhlich, aber auf einmal stagnierte die Gewichtszunahme und dann verlor er sogar  Gewicht, was in diesem Alter eine kritische Entwicklung ist.

Er hatte Durchfall, angeschwollene Lymphknoten und einen leicht aufgegasten Darm, vor allem aber wollte er nichts mehr fressen. Der Tierarzt verabreichte ein Antibiotikum, was aber nicht so griff, wie erwünscht. 

Manchmal ist es einfach so, dass auch gut gewählte Medikamente keinen Einfluss auf das Geschehen haben. Und oft habe ich es jetzt schon erlebt, dass die Homöopathie einen anderen Zugang zur Erkrankung hatte. Dennoch gilt weiterhin mein Leitmotiv, dass keine Heilmethode für sich alleine imstande ist alle Erkrankungen zu heilen.

Im Fall des kleinen Katers hat die Symptomensammlung uns zu der homöopathischen Arznei Sulphur geführt.

Hier ein kleiner Auszug aus der Arzneimittellehre: "Akuter/chron. Magen/Darmkatarrh; Appetitlos (auch beim Anblick von Speisen); hört nach wenigen Bissen auf zu fressen; Durst extrem stark, Verlangen nach kaltem Wasser; flatulente Auftreibung, kollern gurgeln glucksen wie Bläschen; Diarrhö mglw. schmerzlos, ohne Schwäche; Jucken des Anus mit Brennen; Kotbeschaffenheit wässrig, dünn, schaumig, schleimig (gelb), wund machend.“

Das passte, am nächsten Tag war der kleine Kerl wieder fröhlich, hatte etwas gefressen und auch gleich leicht zugenommen. Durchfall hatte er nicht mehr.

2 Wochen später gab es noch mal einen kleinen Durchhänger, der mit einer erneuten Gabe Sulphur aber gleich wieder ausgeglichen werden konnte. Der kleine lustige Kerl hat seinen etwas schwierigen Start ins Leben mit Bravour gemeistert und kann nun hoffentlich ein stattlicher Kater werden.

An diesem Fall zeigen sich aus meiner Sicht 2 Dinge. Die Homöopathie hat oftmals einen anderen Zugang zum Krankheitsgeschehen als die Schulmedizin und sie ist in der Lage Erkrankungen von Jungtieren und Babys sanft und effektiv zu heilen.

 

01.08.2015

Das Pferd (Teil 4) ...

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"Schlechte Manieren verderben die besten Pferde. Die Art des Reiters spiegelt sich in des Pferdes Haltung, Gang und Benehmen. So wie das Pferd dich errät, so verrät es dich auch."

 

(aus: Reitvorschrift für eine Geliebte von Rudolf G. Binding)

 

 

 

 

 

21.07.2015

Der Huf reißt ein - Hornspalt

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"Nimm den Kopf eines Ziegenbockes, öffne ihn und gib das Hirn in eine grünlackierte Schüssel. Rühre es mit Deinen Händen bis es sich aufgelöst hat und streue darüber soviel Ligusterpulver, dass es davon bedeckt ist. Knete dies zu einer festen Masse und trage es auf die Spalten auf."

So lautete die Empfehlung von Hippokrates, dem berühmten Arzt und Tierarzt der Antike zur Behandlung von Hornspalten.

Auch heute sind Hornspalten noch ein weit verbreitetes Übel, wenn sich auch die Behandlungsmöglichkeiten derer - Gott sei Dank - weiter- entwickelt haben.

Leidet ein Huf unter einer Hornspalte, kann der Grund für das Einreißen der Hornkapsel kaum ausschließlich in außergewöhnlicher Belastung zu suchen sein. Vertikale Zusammenhangstrennungen der Hornwände entstehen, weil die Biomechanik des betreffenden Hufes das Horn an einer bestimmten Stelle der Kapsel ermüden lässt.

Die Ursache der Spaltenbildung liegt also in aller Regel in der individuellen Hufbiomechanik begründet.

Quelle: Konstanze Rasch: "Problemlos Eisenlos"

 

In dem vorliegenden Fall bestand seit geraumer Zeit eine vom Kronrand ausgehende - mittlerweile - durchlaufende Seitenwandspalte am linken Vorderhuf. Trotz nachwachsendem Hufhorn riss das Horn an selber Stelle immer wieder ein.

In einer solchen Situation ist in erster Linie ein guter Hufschmied gefragt, der in der Lage ist, die Biomechanik des betroffenen Hufes zu verbessern. Aber auch die Homöopathie kann unterstützen, indem der Körper angeregt wird, gesundes und stabiles Hufhorn zu bilden.

In diesem Fall entschied ich mich zunächst für Silicea, das einen großen Bezug zu Hufproblemen mit u.a. brüchigem, rissigem Horn oder auch langsam wachsenden Horn hat. Und siehe da, ganz langsam wurde am Kronsaum gesund nachwachsendes Horn sichtbar.

Die homöopathische Behandlung wurde aus konstitutionellen Gründen mit Arsen fortgesetzt und heute, 3 Beschlagsperioden später haben wir einen stabilen, tragfähigen ca. 3-4 cm langen gesunden Saum, so dass der Spalt nun rauswachsen kann.

3 Beschlagsperioden später

19.07.2015

Wasser marsch ....

Dieser Sommer meint es wahrlich gut mit uns, aber heiter Sonnenschein kann auch Probleme bereiten. So können beim Pferd ebenso wie beim Menschen hitzebedingte Kreislaufprobleme entstehen.

Als Folge von Überhitzung kommt es im akuten Fall zum Anstieg von Puls, Atmung und Temperatur. Schweißausbrüche oder ein taumelnder Gang infolge niedrigen Blutdrucks können ebenfalls auftreten. Im schlimmsten Fall kann das Pferd einen Hitzschlag erleiden.

Einer Studie aus Neuseeland von Professor Michael Lindinger zufolge überhitzen Pferde bis zu zehnmal schneller als Menschen.

Bei großer Wärmebildung kühlt der Schweiß normalerweise den Körper ab. Wenn dieser aber die Hitze nicht mehr kompensieren kann, kommt es zu einem Stau im Körper und den o.g. Symptomen.

Als erste Maßnahme gilt es den Körper vorsichtig abzukühlen. Kreislaufanregend wirkt zunächst das Abspritzen der Beine mit (anfangs nicht zu) kaltem Wasser, erst dann kann der restliche Körper vorsichtig Richtung Herz abgekühlt werden. Bewährt hat sich auch, dem Pferd nach starker Belastung kalte, nasse Tücher ins Genick zu legen.

Aber auch die innere Flüssigkeitsaufnahme ist wesentlich, denken Sie immer auch daran, dem Körper die durch starkes Schwitzen verlorengegangenen Elektrolyte wieder zuzuführen.

Bei hitzebedingten Erschöpfungszuständen kann die Homöopathie ebenfalls effektive Hilfe leisten. Je nach individueller Ausprägung der Symptome kommen auch hier wieder unterschiedliche Mittel in Frage.

Selbst wenn ein Hitzschlag eingetreten ist und der Körper die Temperatur nicht mehr selbstständig regulieren kann, ermöglicht die Homöopathie bei aller Notwendigkeit der Flüssigkeitszufuhr und Abkühlung durch Wasser, schnellstmögliche Linderung und Stabilisierung.

14.05.2015

Von der Hummel gestochen

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Luischen nach dem Hummelstich

Bei einem der ersten Ausflüge meiner kleinen Luise passierte gleich ein kleines Malheur. Angetrieben von Spielfreude und Neugier, suchte sie sich eine Hummel als Spielzeug aus.

Das ging nicht lange gut und Luischen wurde in die Pfote gestochen. Verdutzt sah sie sich ihr Pfötchen an und flitzte erst einmal rein - in Sicherheit. So richtig auftreten mochte sie aber nicht, die Pfote schwoll auch schnell an und wurde ganz heiß. Meine kleine Katze bearbeitete die schmerzende Stelle tüchtig mit den Zähnen.

Eine Gabe Apis C30 beendete den Spuk (fast) so schnell wie er gekommen war. Nach 10 Minuten war alles vergessen, und Luischen machte es sich auf dem Sessel für einen Mittagsschlaf bequem. 

Um Hummeln macht die Kleine jetzt einen großen Bogen.

Luischen geht es wieder gut

17.04.2015

Wundmanagement

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Symptomatik:

oberflächliche, blutende Wunde mit Schwellung und Hitze des Sprunggelenks, keine Lahmheit

Das Pferd hatte sich auf der Weide eine oberflächliche, aber leicht blutende Wunde am Sprunggelenk zugezogen. Das Gelenk selber war warm und geschwollen, es bestand aber keine Lahmheit. Wie es zu der Verletzung gekommen ist, ist unklar, ein Schlag kann aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Als erste Maßnahme habe ich die Wunde mit verdünnter Calendula Urtinktur gesäubert. Calendula hat eine großartige Wirkung auf Wunden, fördert die Heilung und beugt Infektionen vor!

Danach bekam das Pferd eine Gabe Arnica, die erste Arznei bei allen stumpfen Verletzungen und auch indiziert bei oberflächlichen (nicht stark blutenden!) Wunden.

Am nächsten Tag hatte sich die Wunde bereits geschlossen und die Schwellung des Sprunggelenks war deutlich zurückgegangen. Ich habe die Verletzung in den Folgetagen noch weiter mit verdünnter Calendula Urtinktur besprüht und 2 Tage nach dem Geschehnis war das Gelenk wieder völlig klar und die Wunde zeigte eine deutliche Heilungsreaktion. Das Pferd konnte wieder normal geritten werden.

Denken Sie auch im Fall von akuten Verletzungen an die schnelle und effiziente Wirkung von homöopathischen Arzneien! Und ich möchte es noch einmal hervorheben, immer konform mit den Anti Doping und Medikations Regeln der FN!

am nächsten Tag

26.02.2015

langwierige Fesselträgerverletzung

Symptomatik:

Hangbeinlahmheit hinten rechts, das Bein wird nachgezogen, äußerlich ist nichts zu sehen.

Als wir mit der homöopathischen Behandlung beginnen, ist die Fesselträgerverletzung bereits seit 3 Monaten konservativ behandelt worden und jetzt ist die Heilung ins Stocken geraten.

Die klinische Behandlung bestand zunächst aus entzündungshemmenden Medikamenten, die lokal  an den Fesselträger gespritzt wurden, gefolgt von einer Eigenblutbehandlung (PRP), da das Ergebnis der Nachuntersuchung durch Ultraschall nicht zufriedenstellend war und die Beugeprobe leider wieder schlechter ausfiel.

Wir beginnen zunächst mit einer lokal ausgerichteten homöopathischen Behandlung mit Ruta C200. Bei der Kontrolluntersuchung 3 Wochen später zeigt der Ultraschall eine deutliche Verbesserung, das Pferd ist lahmfrei. Zur weiteren Unterstützung des Heilungsprozesses wird noch eine weitere PRP (Platelet Rich Plasma) Injektion vorgenommen, homöopathisch arbeiten wir weiter mit Ruta C200.

Weitere 2 Wochen später ergibt die Nachkontrolle in der Klinik eine vollständige Wiederherstellung der Fesselträgerverletzung, das Pferd kann langsam wieder aufgebaut werden.

Hier zeigt sich dass der ins Stocken geratene Heilungsprozess eines physischen Schadens positive Impulse durch die - in diesem Fall - verabreichte Arznei Ruta bekam und so weiter fortschreiten konnte. Das Zusammenwirken von klinischer- und homöopathischer Behandlung hat letztendlich relativ schnell zu einer Wiederherstellung der verletzten Sehnenstruktur geführt.

Im weiteren Verlauf wird sich eine konstitutionelle Behandlung anschließen, wodurch der Aufbauprozess und auch die Absicherung der Stabilität weiter unterstützt wird.

 

23.02.2015

Das Pferd (Teil 3) ...

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"Das Pferd ist dein Spiegel. Es schmeichelt dir nie. Es Spiegelt dein Temperament. Es Spiegelt auch deine Schwankungen. Ärgere dich nie über dein Pferd; du könntest dich auch über deinen Spiegel ärgern."

 

(aus: Reitvorschrift für eine Geliebte von Rudolf G. Binding)

 

 

 

 

 

 

11.02.2015

Equines Sarkoid

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Start der Behandlung

Hier handelt es sich um meinen Que Lindo, der die Homöopathie ja bereits häufiger (heraus)gefordert hat. So auch in diesem Fall.

Zunächst bildete sich ein Sarkoid unter seinem Bauch, etwa 1 Finger breit hinter der Gurtlage. Erst als kleine runde Erhebung wahrnehmbar, wuchs es relativ schnell zu einem etwa 20 ct. großen hornigen Gebilde, das zeitweise auch blutige Stellen hatte.

Über die Jahre hat er es immer mal wieder "verloren". Ich weiss nicht wie es passiert ist, ob er sich vielleicht unter den Bauch getreten hat oder beim Wälzen daran gekommen ist, das Sarkoid war jedenfalls ab und an nicht mehr an Ort und Stelle. Zurückgeblieben war jeweils eine blutige Wunde - als wäre es abgerissen (worden).

Die Wunde habe ich mit Calendula Urtinktur (in Wasser gelöst) behandelt. Calendula hat eine wunderbare desinfizierende und heilende Wirkung auf Wunden aller Art.

Leider haben aber Sarkoide die Eigenschaft, einmal weggeschnitten (oder abgerissen?), immer wieder zu kommen. So war es auch bei meinem Pferd. Und leider kam es nicht nur an der selben Stelle in ähnlicher Form zurück, sondern es bildete sich an der Innenseite des linken Knies ein neues stark wucherndes Sarkoid.

Dieses Gewächs hatte eine ziemlich destruktive Natur, wuchs schnell und entwickelte über die Zeit eine geradezu geschwürartige Struktur. Nun saß das Sarkoid an einer Stelle, wo es wenig behinderte, es suppte und blutete aber, so dass eine permanente Infektionsgefahr bestand, der ich täglich mit Calendula Urtinktur begegnete. 

Rücksprache mit verschiedenen Tierärzten bestätigten mich darin, das Sarkoid nicht wegzuschneiden, solange die Haut an der es hing heil bliebe. Beide Sarkoide waren 100% schmerzfrei!

Sarkoide sind nicht nur schulmedizinisch, sondern auch homöopathisch schwierig zu behandeln, da es sich im homöopathischen Sinn um eine sogenannte "einseitige Erkrankung" handelt, bei denen nur wenige oder unspezifische Symptome vorhanden sind.

Ich begann die Behandlung unter konstitutionellen Gesichtspunkten mit Phosphor, was beide Sarkoide leider völlig unbeeindruckt ließ. Es folgten lokale Verschreibungen mit Thuja und Nitricum acidum, beides Arzneien, die einen großen Bezug zu Geschwüren haben - leider ohne Erfolg.

Es war zum Verzweifeln und die Tatsache, dass es sich um mein eigenes Pferd handelte, machte die Sache nicht einfacher - es fehlt bei den eigenen Tieren einfach die neutrale Distanz, wenn die Sorge überwiegt. Aus diesem Grund habe ich auch immer wieder eine Homöopathiekollegin hinzugezogen.

Es nutzte nichts, der Fall musste nochmal komplett neu aufgerollt werden und ich entschied mich die konstitutionellen Gesichtspunkte nochmals mit den lokalen Symptomen in Einklang zu bringen. So kam ich auf das Mittelbild von Arsenicum album, das viele Eigenschaften mit Phosphor gemein hat und "geschwürartige Gebilde, fleischig, schwammig, entzündet, stinkend", etc. abbildet. Auch die Beschreibung (hier nur beispielhaft genannt) "feine, übersensible Pferde, schreckhaft und ängstlich" passt auf mein Pferd.

Nun ging es bergauf, im März 2014 begann das Sarkoid unter dem Bauch quasi zu schrumpfen, als wenn es eintrocknen wollte. Mitte des Jahres ist der verbliebene schrumpelige Rest einfach unblutig abgefallen und bis heute hat sich nichts Neues mehr gebildet.

Und auch das große Geschwür begann nun langsam zu heilen, zunächst bildete sich an der Unterseite neue, heile Haut. Über viele Monate hinweg heilte auch die obere Seite des Sarkoids. Es schrumpfte langsam aber stetig, so dass heute nur noch ein kleiner trockener Hautlappen zu sehen ist, der vielleicht auch noch abfällt?

Sehen sie selbst, ich habe den Heilungsverlauf in Bildern dokumentiert.

An diesem Fall zeigt sich, was für chronische Erkrankungen im Allgemeinen gilt. Eine Pathologie - gleich welcher Art - die schon lange besteht, kann nicht "über Nacht" verschwinden, sondern benötigt zur Heilung oftmals die gleiche Zeit, wie die ihres Bestehens.

 

visuelle Dokumentation des Fallverlaufs

02.02.2015

Augenverletzung chronischer Verlauf

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Symptomatik:

Stark geschwollenes, entzündetes Auge mit heftigem Juckreiz und damit verbundenem starken Reiben und Kratzen seit 2012.

Als ich die Katze Anfang September 2014 das erste Mal sehe, trägt sie eine Halskrause, mit der sie erstaunlich gut zurechtkommt. Das helle Gesicht ist ganz verschmiert. Beide Augen haben dunkle nasse Absonderungen die bis an die Nase laufen. Die Bindehaut des rechten Auges ist rot und stark geschwollen.

Das Fell ist ein wenig struppig, wg. der Halskrause kann sie sich nicht putzen, was sie aber immer wieder versucht. Sie macht einen unglücklichen Eindruck.

Die Halterin setzt sie in einen Korb um die Krause abzunehmen – sonst flitzt sie unter den Schrank und reibt sich das Auge bis es wieder schlimm verletzt ist. Sie fängt gleich an sich zu putzen und beginnt dann sofort das rechte  Auge zu reiben, kratzt sich die Ohren und den Hals, wo die Krause sitzt – ist alles nicht schön für die Katze.

Was war passiert:

2012 hatte sie sich das erste Mal das Auge so zugerichtet, wie es auf dem Bild zu sehen ist. Bis September 2014 war es ein ständiges Auf und Ab mit dem Auge, das in dieser Zeit unterschiedlich therapiert wurde. Auf schulmedizinische Behandlungen folgte eine homöopathische Therapie und auch Akupunktur. Auffällig ist, dass bislang keine der Behandlungsmethoden dauerhaft erfolgreich war, auf Phasen der Besserung folgten bis dahin auch immer wieder heftige Verschlimmerungen.

Eine weitere Untersuchung in der Augenklinik Mitte 2014 ergab eine massive Hornhautverletzung. Unter der Schwellung des rechten Lides war ein Teil der Hornhaut quasi wie ein Trichter herausgestanzt. Der Abstrich ergab einen Nachweis auf Herpesviren.

Auf Verordnung der Klinik wurde mit einer virenhemmenden Salbe + Tabletten (Behandlung auf Herpes + Verletzung) behandelt um die Hornhautverletzung zu heilen. Anfang Juni 2014 war die Behandlung beendet, die Verletzung hatte sich gebessert, war aber nicht ganz ausgeheilt. Die Katze hat dann in Folge einen Trichter getragen. Bald war die Reizung raus, der Trichter konnte weggelassen werden und für ein paar Wochen war Ruhe. Bis die Kratzerei wieder begann und die Katze dauerhaft den Trichter tragen musste um Schlimmeres zu verhindern.

Die Katze hatte in den vergangenen 2 Jahren sehr viele Medikamente (auch homöopathische) erhalten, deshalb entschied ich mich die Behandlung mit Nux vomica zu beginnen, was die Symptomatik des Auges abdeckte, aber vor allem weil Nux-v als "Reiniger" von Schlacken und toxischen Substanzen gilt. Begleitend wurde das Auge nach Bedarf mit Calendula Tee gesäubert und alle bislang verabreichten Substanzen (Tropfen und Salben) wurden abgesetzt.

Zunächst passierte nicht so viel, das Auge war jetzt sehr nass, aber es bildete sich nicht mehr so viel Eiter, insgesamt schien die Katze entspannter zu sein. Nach 2 Wochen zog sie sich aber mehr und mehr zurück und erbrach häufig ihr Futter, hatte auch Durchfall, das Auge war wieder vermehrt geschwollen und tränte heftig.

Nux-v hatte den Körper unterstützt toxische Stoffe auszuscheiden und hatte damit auch "seinen Dienst getan".

Wir hatten nun ein verändertes Symptomenbild, das geprägt war von dem deutlichen Rückzug der Katze, die so gar nicht mehr am täglichen Leben teilhaben wollte.

In der Anamnese hatte die Halterin von einschneidenden Erlebnissen in den Jahren 2012 und 2013 berichtet - zur Erinnerung, 2012 begannen die Augenprobleme der Katze. Nach erneuter Repertorisation wählte ich Natrium muriaticum als nächste Arznei aus. Nat-m ist bekannt als großes Kummermittel und hat u.a. ebenfalls einen deutlichen Bezug zum Auge.

Als erste Reaktion beendete die Katze ihren Rückzug und nahm wieder am Leben teil. Sie war gut drauf, das Auge offen, ohne Rötung und Schwellung, auch der Tränenfluss hatte aufgehört. In der Hornhaut bestand noch eine kleine Vertiefung. Die Halterin wagte nach 3 Monaten das erste Mal den Kragen wegzulassen. Und siehe da, es ging, die Katze ließ das Auge in Ruhe!

In den folgenden Wochen wechselte das Bild immer mal wieder, worauf Nat-m mal wiederholt und auch die Potenz mal erhöht wurde. Das Mittel schien der Katze gut zu tun, wirkte sofort auf der Gemütsebene. Auch das Auge reagierte gut. Die Zeiten in der die Katze ohne Kragen lief waren länger, als die Zeit in der sie den Kragen benötigte. Das war seit Anfang 2014 nicht mehr so!

Mitte Oktober änderte sich das Bild wieder, Nat-m hatte ausgewirkt und als Folgemittel bekam die Katze Arsen, das die veränderte Symptomenlage abdeckte. Schwellung und Rötung des rechten Auges gingen wieder zurück, und die Katze war gut drauf, sie trägt nach wie vor keinen Kragen! Die Verbesserung war uns aber nicht deutlich genug und vor allem - es kamen neue Symptome!

Nun produzierte das Auge dicke gelbe Absonderungen und die Katze tolerierte das Säubern des Auges mit  warmem Tee nicht mehr, dafür aber mit kaltem Tee!

Wenn eine homöopathische Arznei nicht 100 %ig passt, werden i.d.R. neue, mittelweisende Symptome entwickelt, was hier auch der Fall war. Als nächstes Mittel war Pulsatilla angesagt, woraufhin sich das Geschehen auf allen Ebenen wieder besserte.

Die letzte Pulsatilla Gabe hat die Katze Anfang Dezember 2014 erhalten. Bis heute ist das Auge gut, die Hornhautverletzung ist ausgeheilt und die Katze guter Dinge. Seit September letzten Jahres benötigt sie keinen Kragen mehr!

Wir werden sehen wie es weiter geht. Ich schätze das Geschehen nach wie vor als sensibel ein und wir sind gefordert, die Symptomenlage gut zu beobachten und bei einer Verschlechterung/Veränderung wieder das dann passende Mittel zu verschreiben.

Wie man an diesem Fall schön sehen kann benötigt eine langjährige chronische Erkrankung (in den meisten Fällen) eine Abfolge verschiedener homöopathischer Mittel, die individuell auf die jeweilige Symptomenlage ausgewählt werden.

 

Weitere Bilder zum Fallverlauf

30.01.2015

Vom Fluch und Segen der Impfungen

Niemand stellt die Vorteile von Impfungen im Hinblick auf den Schutz der Tiere vor schweren Erkrankungen in Frage. Aber es gibt Tiere, die auf Impfungen mit Krankheitssymptomen reagieren, denn Impfungen sind immer ein Eingriff in das Immunsystem und können dieses (vorübergehend) schwächen.

Als Reaktion auf eine Impfung können Schwellung und Schmerzen an der Injektionsstelle entstehen. Es können auch allergische Reaktionen auftreten oder eine Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes, auch mit Fieber.

Für Turnierpferde gilt eine Impfpflicht mit vorgegebenen Impfintervallen. Ein professionelles Gesundheits-management hat die Aufgabe Impfungen mit dem Erhalt der Leistungs- und Einsatzfähigkeit in Einklang zu bringen.

Für eine homöopathische Behandlung bedeutet das gewisse Einschränkungen, denn diese erfordert einen reaktionsfähigen Organismus und nach einer Impfung ist der Körper erst einmal mit der Reaktion hierauf beschäftigt, auch wenn überhaupt keine Nebenwirkungen auftreten.

Ich setze daher eine homöpathische Behandlung während Impfungen aus, auch um zu sehen, welche Reaktion im Einzelnen erfolgt, um dann nach Beruhigung des Geschehens adäquat mit der Behandlung fortzufahren. Das kann auch bedeuten, dass evt. Impfreaktionen zunächst im Focus der Behandlung stehen, bevor eine chronische Therapie fortgesetzt wird.

Impfungen sind ein komplexes Thema, deren ausführliche Würdigung an dieser Stelle nicht möglich ist. Zur weiteren Vertiefung empfehle ich die Veröffentlichungen vom Monika Peichl. Frau Peichl ist Journalistin und befaßt sich seit dem Impfsarkom-Tod einer Ihrer Katzen mit Haustierimpfungen (inkl. Pferd). Sie hat zu diesem Thema zahlreiche Beiträge und zwei Bücher veröffentlicht. Die Autorin legt Wert auf die Feststellung, dass Sie keine Impfgegnerin ist. Alle ihre Tiere sind geimpft, aber natürlich nur so oft wie nötig.

Siehe auch den Beitrag "Alle drei Jahre notwendig?" vom 18.09.2014

 

16.01.2015

Schnitt- und Quetschwunden

Symptomatik:

Starke Unruhe, zahlreiche oberflächliche Schnitt-, und Quetschwunden an allen 4 Beinen.

Das Pferd war bei einem "Ausbruchsversuch" in die Umzäunung der Weide geraten, hatte sich quasi in die Litze eingewickelt und dabei Panik bekommen. Entsprechende Verletzungen waren die Folge.

Alle 4 Beine waren übersäht mit Schnittwunden und Quetschungen durch den Zug der Litze. Das Pferd war zum Zeitpukt meines Eintreffens immer noch sehr aufgeregt, eine Lahmheit war nicht festzustellen. Die Wunden waren wenn auch zahlreich, aber dennoch zumeist an der Oberfläche mit nur wenig Blutung.

Als erste Maßnahme bekam das Pferd eine Dosis Arnica C1000. Arnica ist die erste Arznei für alle stumpfen Verletzungen, bei Prellungen und Quetschung kleinerer Blutgefäße. Ebenso gehören oberflächliche Wunden und Blutergüsse zum Wirkspektrum. Arnica ist ebenfalls das erste Mittel nach einem Unfall mit Schock- und Schreckzuständen.

Zur Desinfektion der Wunden habe ich äußerlich Calendula Urtinktur verwendet. Calendula wird auch als das "Homöopathische Antiseptikum" bezeichnet, hat eine phantastische Wirkung auf die Wundheilung und verhindert Wundinfektionen.

So war es auch in diesem Fall, es ist zu keiner Zeit zu Blutergüssen oder Entzündungen gekommen, das Pferd war am nächsten Tag völlig beschwerdefrei, auf den Wunden hatte sich eine leichte Kruste gebildet, die sich nach wenigen Tagen ablöste, darunter verheiltes Gewebe. Es waren keinerlei Bewegungseinschränkungen festzustellen.

08.01.2015

Einwände gegen die Homöopathie

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Die typischen Einwände lassen sich in zwei Punkten zusammenfassen:

Erstens, es gibt keinen Beweis dafür, dass die Homöopathie wirkt; also dass es keine wissenschaftlichen Studien und keine Evidenz für die Wirksamkeit der Homöopathie gäbe. 

Zweitens, die Homöopathie kann nicht wirksam sein, weil ihre Mittel nur aus Wasser bestehen; also dass die Mittel keine chemischen Wirkstoffe enthielten und deshalb auch nicht wirksam sein könnten.

 

Evidenz

Es gibt inzwischen mehrere Metaanalysen über homöopathische Studien:

  1. Kleijnen und Knipschild werteten 107 klinische Studien aus. Ihr Fazit: Momentan ist die Evidenz für die Wirksamkeit positiv.

  2. Boissel und Cucherat analysierten 15 Studien. Ihr Fazit: Es gibt Hinweise, dass die Homöopathie wirksamer ist als Placebo. Die Ergebnisse unserer Metaanalyse sind nicht vereinbar mit der Hypothese, dass die klinisch beobachteten Wirkungen der Homöopathie allein auf Placeboeffekte zurückzuführen sind.

  3. Linde analysierte 89 Studien im Jahr 1998 und fasste zusammen: Die Ergebnisse unserer Metaanalyse sind nicht vereinbar mit der Hypothese, dass die klinischen Wirkungen der Homöopathie allein auf Placeboeffekte zurückzuführen sind.

  4. Linde analysierte im selben Jahr 32 Studien und kam zu dem Schluss: Die Ergebnisse der verfügbaren randomisierten Studien legen nahe, dass die individualisierende Homöopathie wirksamer ist als Placebo.

  5. Mathie wertete 93 klinische Studien aus und fasste zusammen: Das gesamte Forschungsmaterial zeigt, dass die Nullhypothese zugunsten der Homöopathie zurückzuweisen ist.

Fazit:

Alle fünf Metaanalysen kamen zu dem Schluss, dass die Homöopathie eine wirksame Methode ist, und dass ihre Wirksamkeit nicht durch den Plazeboeffekt zu erklären ist. Im Allgemeinen werden zwei positive Metaanalysen als ausreichend betrachtet, um ein wissenschaftliches Ergebnis anzuerkennen.

Inhalt - was ist drin

Das führt uns zu dem zweiten Einwand gegen die Homöopathie: „Die Homöopathie kann nicht wirken, weil in ihren Mitteln nichts drin ist. Sie sind potenziert und dadurch so hoch verdünnt, dass von der Ausgangssubstanz kein Molekül mehr vorhanden ist“.

Es gibt verschiedene Argumente gegen diesen Einwand.

Theorie und Erfahrung werden verwechselt

Der zweite Einwand kann die Erfahrung nicht wegerklären. Ein echter Wissenschaftler passt seine Theorie an die Ergebnisse der Experimente an und nicht umgekehrt. Genau das tun die Gegner aber, wenn sie behaupten „die Homöopathie kann nicht wirken, weil nichts drin ist“.

Information statt Chemie

Konventionelle Arzneien basieren auf chemischen Reaktionen im Körper. Im Gegensatz dazu  betrachtet man die homöopathischen Mittel am besten als „informative Arzneien“. Die Information wird von der Ausgangssubstanz übertragen, indem man das Mittel bei jedem Potenzierungsschritt verschüttelt. So wird dem Träger (auf Wasser- oder  Laktosebasis) die Information der Ausgangssubstanz eingeprägt. Man kann diesen Informationsaspekt mit der Speicherung auf Computerdisketten vergleichen. Die homöopathischen Mittel sind chemisch alle gleich, genau wie CDs chemisch identisch bleiben, ganz gleich wie man sie bespielt. Nur die Information, die von ihnen übertragen wird, ist sehr verschieden, und nur sie löst die Wirkungen aus. Die Information einer Diskette kann beliebig variieren, von Bach’scher Musik bis zu Familienfotos oder Filmen wie Avatar oder einem Softwareprogramm. Ebenso kann eine homöopathische Arznei unendlich vielfältige Informationen übermitteln.

Potenzen haben physische Wirkungen

Dass homöopathische Mittel nicht „nur Wasser“ sind, wurde in vielen Experimenten nachgewiesen.

Rey konnte beweisen, dass potenziertes Wasser Information speichert, die der Ausgangs­substanz ähnlich ist.
Lo zeigte, dass Eis viele Anomaliezustände hat.
Chikramane bewies, dass homöopathische Potenzen Nanopartikel der Ausgangssubstanz bewahren.
Wolf zeigte, dass Potenzen sich von Wasser unterscheiden.
Czerlinski zeigte, dass Wasser Strukturbereiche bewahrt, die regionalen Substanzen folgen.

Theorie des Wassers als Informationsträger

Rey zeigte, dass Wasser Information speichern kann.

Fazit

Die Schlußfolgerung, dass die Annahme der Fakten dazu führen würde, „ein ganzes System chemischer und physikalischer Einsichten verwerfen“ zu müssen ist falsch. Das einzige, was man ändern müsste, ist, dem System chemischer und physikalischer Erkenntnisse etwas hinzuzufügen: die Information.

Quelle: "Übersicht über die Beweise für die Homöopathie" von Jan Scholten

Dr. Jan Scholten, geboren 23 Dezember 1951, in Helmond (Niederlande)

Dr. Scholten studierte vor seinem Medizinstudium Chemie und Philosophie. 1983 promovierte er und beschäftigte sich anschließend mit alternativer Medizin, unter anderem mit Akupunktur und Homöopathie.

Seit 1985 widmet er sich ausschließlich der Homöopathie. Er lernte u.a. bei George Vithoulkas, Alphons Geukens, Künzli, Bill Gray, Roger Morrison und anderen herausragenden Homöopathen. 1988 gründete er zusammen mit Maria Davits und Rienk Stuut das „Homeopathic Doctors Center Utrecht“.

 

Man kann sich auf zwei Arten irren. Indem man glaubt, was nicht wahr ist. Oder indem man sich weigert zu glauben was wahr ist.

Sören Kierkegaard (1813 - 1855) 

26.12.2014

Traumatische Verletzung des Unterstützungsbandes

Symptomatik:

Harte, warme, relativ schmerzunempfindliche Schwellung unterhalb des Karpalgelenkes, Lahmheit vorne links.

Das Pferd hatte sich eine traumatische Verletzung des Unterstützungsbandes am linken Vorderbein zugezogen. Es ist nicht zweifelsfrei wie es passiert ist, aber ein Trauma durch äußeren Einfluss scheint wahrscheinlich.

Der Bereich ist gekennzeichnet durch eine harte und erstaunlicherweise relativ schmerzunempfindliche Schwellung. Als erste Maßnahme verschreibe ich Arnica in hoher Potenz. Arnica ist ein großes Verletzungsmittel und vor allem indiziert bei einem stumpfen Trauma. Die Klinik diagnostiziert einen ca. 30 - 40%igen Defekt des Unterstützungsbandes. Es wird ein entzündungshemmendes Medikament gespritzt, das Pferd soll 4 Wochen bis zur Nachkontrolle Schritt geführt werden.

Homöopathisch begleiten wir die Therapie zunächst mit Rhus-tox als wirksame Arznei insbesondere für Sehnen-, Bänder- und Muskelverletzungen und deren Folgen.

Nach 4 Wochen ergibt die Kontrolle in der Klinik ein ermutigend positives Ergebnis. Bei der nächsten Überprüfung und weiteren 4 Wochen Schritt ist aber noch keine vollständige Heilung der Verletzung erreicht, woraufhin ein Medikament zur Durchblutungsförderung gespritzt wird.

Da Rhus-tox die Verletzung nicht komplett ausheilen konnte, wird die begleitende homöopathische Behandlung mit Ruta fortgesetzt. Nach weiteren 4 Wochen ist das Unterstützungsband zu 100% verheilt, Ultraschall und alle Lahmheitsuntersuchungen sind ohne Befund.

Insgesamt hat die Heilungsphase knapp 4 Monate gedauert.

An diesem Fall zeigt sich, wie wesentlich Diagnostik auch für eine homöopathische Behandlung ist und das Tiermedizin und Homöopathie sich sehr gut ergänzen können.

 

16.12.2014

Kolik !

Symptomatik:

Starke Unruhe mit wiederholtem Wälzen, Schwitzen.

An einem Sonntagabend im Stall bemerke ich die starke Unruhe des Pferdes in der benachbarten Box. Der Wallach beginnt sich hinzulegen, wälzt sich, steht wieder auf, ist schnell auch geschwitzt, legt sich wieder, steht auf.... Kolik!

Der Tierarzt ist bei einem Notfall, weiter entfernt. Wir holen den Wallach aus der Box, decken ihn ein und beginnen zu führen. Er hat Schmerzen, atmet mit weiten Nüstern, die Frequenz von Atmung und Puls ist stark erhöht, Darmgeräusche sind kaum wahrnehmbar. Er macht einen fast apathischen Eindruck, will sich auch zu Beginn des Führens gerne hinlegen. Es ist Handlungsbedarf!

Zunächst bekommt das Pferd Nux vomica C30, alle 10 Min. eine Gabe. Atmung und Puls beruhigen sich daraufhin ein wenig, aber die Bauchschmerzen halten an. Ich habe den Eindruck, dass ihm langsames Führen gut tut, immer wenn wir anhalten um die Werte zu kontrollieren, zeigt er wieder Schmerzen.

Das Pferd bekommt Pulsatilla - Leitsymptom: langsames Gehen an frischer Luft verbessert! Und das tat es dann auch, geäußert in einem bald wacheren, entspannteren Gesichtsausdruck. Langsam normalisieren sich auch Puls und Atmung und die Darmperistaltik ist wieder hörbar, er beginnt zu trocknen.

Nach 1 1/2 Std. ist der Tierarzt da. Zu diesem Zeitpunkt ist der Zustand des Pferdes schon deutlich gebessert, die Homöopathie hat in diesem Fall quasi erste Hilfe geleistet. Das Pferd wird gründlich untersucht, zur Vorsicht wird noch ein krampflösendes Medikament gespritzt. Am nächsten Tag ist der Wallach wieder der Alte.

Nux-v und Pulsatilla sind zwei große Kolikmittel, aber es gilt auch hier, dass die individuellen Symptome ausschlaggebend für die zu verabreichende Arznei sind!

04.12.2014

Akute Entzündung der Darmschleimhaut

Symptomatik:

Mattigkeit begleitet von Stuhldrang mit Pressen und Absetzen kleiner Mengen Schleims.

Die Halterin bemerkt bei Ihrer Katze zunächst eine ungewöhnliche Mattigkeit. Sie lag viel, schlief auch, wollte nicht mehr fressen. Bald suchte Sie immer wieder die Katzentoilette auf und versuchte Kot abzusetzen. Heraus kamen aber nur kleine Schleimklekse, die erstaunlich nach faulen Eiern rochen. Schmerzen schien Sie nicht zu haben, aber der Allgemeinzustand war doch deutlich herabgesetzt. Die Fieberkontrolle ergab eine Temperatur von 39,5 Grad Celsius.

Die Katze bekam zunächst eine Gabe Phosphor, das alle Symptome abdeckte und die Katze ansonsten - im gesunden Zustand - auch  sehr dem Mittelbild Phosphor entsprach. Es tat sich daraufhin aber nichts, Sie hatte immer noch starken Stuhldrang und setzte immer wieder Schleim ab, auch das Fieber blieb unverändert.

Erst die Berücksichtigung des ungewöhnlichen Symptoms "Geruch nach faulen Eiern" (der Absonderungen) brachte mich auf die richtige Spur. Die Katze bekam eine Gabe Sulphur C30 und wir konnten tatsächlich zusehen, wie sich ihr Zustand besserte. Zunächst wurde sie wieder munterer und begann bald auch wieder ein wenig Futter zu sich zu nehmen.

Am nächsten Tag war die Katze wieder ganz die Alte, fraß und spielte, als wenn nichts gewesen wäre. Stuhldrang hatte Sie nicht mehr und am darauffolgenden Tag war auch die Verdauung wieder normal.

Hier zeigt sich, dass man sich nicht vom konstitutionellen Bild "täuschen" lassen soll und wie wichtig es ist eine genaue(ste) Symptomenauswahl zu treffen. Mit dem "Umweg" über Phosphor hatte die Genesung von dieser akuten Darmschleimhautentzündung 2 Tage gedauert.

30.11.2014

Das Pferd (Teil 2) ....

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"Sei anmutigen Gemüts, wenn Du zu Pferde sitzest, und Dein Pferd wird anmutig sein."

(aus: Reitvorschrift für eine Geliebte von Rudolf G. Binding)

 

 

 

 

 

 

 

13.10.2014

Gesunde, artgerechte Tiernahrung!

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meine Metaxa

Suchen Sie auch schon seit langem nach einem gesunden und artgerechten Futter für Ihren Hund oder Ihre Katze?

Die Urnahrung aller Säugetiere ist eine Nahrung die roh, ganz und stets frisch verzehrt wird und damit alles enthält, was der Organismus zu seiner Erhaltung benötigt. Der Abbau und die Verwertung von synthetischen, in der Natur nicht vorkommenden Substanzen wie Konservierungsmitteln, Farbstoffen, Geschmacksverstärkern, usw. ist biologisch nicht vorgesehen und stellt eine Belastung für den Körper dar und ermüdet darüberhinaus das Immunsystem.

So unterschiedlich manche Ansichten zur richtigen Ernährung auch sind, so sind sich doch alle einig, dass Hund & Katze Fleischfresser sind. Da die wenigsten unserer Haustiere heute "Selbstversorger" sind, liegt es also in unserer Verantwortung für eine ausgewogene Ernährung zu sorgen in der alle Nährstoffe in ausreichender Menge vorhanden sind, so dass es weder zu Mangelerscheinungen noch zu einem Überangebot kommt.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie schwierig das mitunter umzusetzen ist. Meine Katze wird gebarft (barf = biologisch artgerechte roh fütterung) und erhält zusätzlich rohes Fleisch oder Fisch, manchmal ein Ei(gelb), oder auch mal Milchprodukte wie Joghurt oder Hüttenkäse. Man könnte Sie durchaus als verwöhnt bezeichnen.

Manchmal fehlt aber einfach die Zeit das Futter selber zu machen, oder ich habe vergessen eine fertige Portion rechtzeitig aufzutauen. Für diese Fälle suchte ich schon lange nach einem ergänzenden Futter, dass meinem Anspruch nach gesunder und artgerechter Nahrung entspricht.

Da Fütterung in vielen Fällen an der Entstehung und auch der Erhaltung von Erkrankungen beteiligt ist, möchte ich hier eine Empfehlung für ANIfit aussprechen.

Die ANIfit Produkte bestehen zu 100% aus natürlichen Rohstoffen, zu 90 - 99% aus Frischfleisch das auch für die menschliche Ernährung zugelassen ist, ergänzt mit Gemüse und weiteren natürlichen Nahrungsbestand-teilen. Alle Gerichte sind frei von: Konservierungsstoffen, Farbstoffen, Füll- und Lockstoffen, Fettzugaben, Tier- und Kadavermehlen, Soja, Mais, Pflanzen- und Getreidemehlen. Es werden KEINE Tierversuche unternommen.

Das ANIfit Futter hat den Test bei meiner Katzen mit Bravour bestanden. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie mich bitte an.

22.09.2014

Homöopathie in Sport und Zucht

Die Gesundheit von Sportpferden ist von vielen Faktoren abhängig. Neben dem systematischen Training zum Aufbau der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit, ist ein effektives und erfolgreiches Gesundheitsmanagement wesentlich. Dessen Aufgabe ist es, gesundheitliche Einschränkungen frühzeitig zu erkennen und die Leistungsfähigkeit des Pferdes zu erhalten und zu fördern.

Bei der Erreichung dieses Ziels, kann die Homöopathie einen großen Beitrag leisten. Die von mir durchgeführte Primäruntersuchung hat gezeigt, dass heute bereits positive Heilungserfolge durch die homöopathische Behandlung bei Sportpferden erzielt werden. Durch weitere fachkundige homöopathische Unterstützung in der Behandlung besteht die Chance, diese Ergebnisse weiter zu verbessern.

Vor dem Hintergrund dass alle homöopathischen Arzneien ab der Potenz D7 grundsätzlich als ADMR (Anti-Doping und Medikamentenkontrollregeln) konform gelten, erhält der Einsatz homöopathischer Arzneien eine zusätzliche Bedeutung.

Auch im Zuchtgeschehen kann die Homöopathie wertvolle Unterstützung leisten, gehört doch die Gynäkologie mit zu den traditionsreichsten Fachgebieten in der Homöopathie. Sowohl akute wie auch chronische Geschehen in der Rosse und Trächtigkeit, während oder nach der Geburt, oder auch ein gestörtes Mutterverhalten lassen sich effektiv therapieren.

Unterentwickelte oder lebensschwache Fohlen können gezielt unterstützt werden, ebenso wie sich mögliche Stellungsanomalien der Gliedmaßen schonend und oftmals vollständig bis zur normalen Stellung regulieren lassen.

Weder die klassische Medizin, noch die Homöopathie können für sich alleine alle Erkrankungen heilen, daher ist aus meiner Sicht eine verstärkte Kooperation beider Heilmethoden im Sinne der Patienten erstrebenswert.

18.09.2014

Alle drei Jahre notwendig?

Ein Forscherteam um Professor Peter Thein von der Tierärztlichen Fakultät der LMU München hat herausgefunden, dass die Tetanusimpfung womöglich länger schützt als die bisher angenommenen drei Jahre. Ihre Studie zeigt, dass bei Pferden, die zuletzt vor vier bis elf Jahren geimpft worden waren, immer noch ein verlässlicher Impfschutz vorhanden war. Folglich stellen die Forscher die bisher gängigen Impfintervalle in Frage.

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Studie ist, dass Fohlen von Stuten, die zweieinhalb Jahre vor der Geburt letztmalig gegen Tetanus geimpft worden waren, ebenfalls in den ersten Lebensmonaten ausreichend geschützt sind.

Professor Thein rät deshalb, Fohlen frühestens ab einem Alter von neun Monaten mit einem Abstand von mehr als acht Wochen zwischen Erst- und Zweitimpfung zu behandeln.

Quelle: Reiter Revue International 2/2014

Anmerkung: Professor Dr. Dr. Peter Thein ist ein renommierter Fachtierarzt für Pferde, Fachtierarzt für Mikrobiologie und Spezialist für Immunprophylaxe beim Pferd. Er arbeitet seit über 40 Jahren wissenschaftlich und praktisch im Bereich der Infektionsmedizin speziell der Herpesviren des Pferdes.

Hierzu hält er seit 32 Jahren eine eigene Vorlesung an der Tierärztlichen Fakultät der LMU München, er ist Autor und Mitarbeiter vieler Fach- und Lehrbücher, Berater der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und Leiter der Arbeitsgruppe Infektionsschutz der Gesellschaft für Pferdemedizin.

14.09.2014

Eitrige Augenabsonderung

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entzündetes Auge vor der Behandlung

Symptomatik:

Gerötete Bindhäute und eitrige Absonderung des linken Auges eines Perdes

Über Nacht hatte sich offensichtlich eine leichte Entzündung des linken Auges entwickelt. Bei genauerer Untersuchung trat eine Rötung der Bindehäute zutage, im Augenwinkel hatte sich ein eitriger Schleimpfropf abgesondert. Ansonsten war nichts weiter zu erkennen. Die Bindehäute waren nicht geschwollen, das Auge selbst klar und völlig geöffnet, das Pferd guter Dinge.

Bei Augenabsonderungen und auch übermäßigem Tränenfluss hat sich nach meiner Erfahrung als erste Maßnahme die sanfte Reinigung mit Euphrasia (Augentrost) Tee bewährt.

Euphrasia ist ein großes Augenmittel, tendentiell für den Akutfall geeignet und hat eine entzündungshemmende und reizlindernde Wirkung.

Hier soll allerdings nicht der Eindruck entstehen, dass Euphrasia das einzige wirksame homöopathische Mittel für Entzündungen am Auge sei. Im Repertorium - dem homöopathischen Symptomenverzeichnis - sind unter der Rubrik "Bindehautentzündung" 212, unter Lidentzündung 160 homöopathische Mittel verzeichnet. Euphrasia ist also nur eines unter vielen möglichen Mitteln!

In diesem Fall hatten wir nun nicht viele Symptome und die Entzündung befand sich offensichtlich noch im Anfangsstadium. Daher säuberte ich das Auge zunächst mit Euphrasia Tee, was dem Pferd sichtlich gut tat.

Nach der Behandlung ging der Wallach mit einer Mütze zum Schutz gegen Wind und Fliegen auf die Weide. Am Nachmittag des selben Tages war von der Entzündung nichts mehr zu sehen. Die Rötung der Bindehäute war verschwunden, das Auge klar und offen, ohne eine Form von Absonderungen, was auch in Folge so blieb.

In diesem Fall war es also nicht notwendig ein potenziertes homöopathisches Mittel zu verabreichen, sondern die sanfte Säuberung des Auges mit Euprasia Tee war ausreichend um die Entzündung zu stoppen.

28.07.2014

Sehnenverletzung eines Pferdes

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Meine Stute im Juni 2014

Hier handelt es sich um meine eigene Stute, die sich 2012 im Alter von 24 Jahren vorne rechts eine schwere Sehnenverletzung auf der Sommerweide zugezogen hatte.
Sie belastete das Bein kaum und es hatte sich bereits eine ausgeprägte Wade gebildet, die mit Hitze, starker Pulsation und heftigem Schmerz einherging. Durch die Entlastung des verletzten Beines kam es in Folge zur Überlastung des linken Vorderbeines, das in kurzer Zeit ebenfalls anschwoll und alle Anzeichen einer Entzündung zeigte.
Als erste Arznei erhielt Sie Arnica in der Potenz C1000. Zunächst schien es besser zu gehen, aber dennoch nicht gut genug um Sie in ihrer Herde zu belassen und so holten wir Sie zusammen mit ihrem besten Kumpel in den Stall, wo sie sich ausruhen konnte. Sie lag nun viel und baute leider sichtlich ab. Aus heutiger Sicht hätte ich in diesem hochakuten Zustand eine noch höhere Potenz Arnica gewählt.
So entschied ich mich aber dazu Sie mit einem Schmerzmittel (Equipalazone) zu unterstützen, was Sie über 1 Woche jeweils 1 Mal täglich bekam.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich große Sorge ob meine Stute den Herbst (2012) erleben würde, vor allem weil sie insgesamt körperlich so abbaute. Aber wenn ich in ihre Augen schaute war da immer noch Lebenswille und jeden Morgen raffte sie sich auf um mit ihrem Kumpel auf die Tagesweide zu gehen.
Meine Stute entspricht von Ihrem Typ sehr dem Arzneimittelbild Silicea und diese Arznei hatte ihr in der Vergangenheit auch schon öfter geholfen, so hatte sie immer mal wieder mit einer Tränengangsstriktur zu tun. Silicea hat aber auch einen ausgeprägten Bezug zum gesamten Sehnenapparat, daher bekam sie einmalig eine Gabe Silicea C1000. In den folgenden Wochen unterstützte ich gelegentlich nochmals mit Arnica, Schmerzmittel brauchte sie von nun an nicht mehr.
Es war schön zu sehen, wie sich meine Stute erholte, im Winter 2012 wiederholte ich noch mal Silicea C1000, da der Heilungsprozess ins Stocken geriet. Im Frühjahr 2013 sah sie wieder deutlich besser aus, hatte zugelegt und lief wieder völlig lahmfrei. Leider hatte sie sich im darauffolgenden Sommer dann die Sehne des linken Vorderbeines verletzt, aber eine einmalige Wiederholung von Silicea C1000 hat ihr so gut geholfen dass sie sich heute (2014) im Alter von 26 Jahren ohne wesentliche – in erster Linie altersbedingte - Einschränkung auf ihrer Weide bewegen kann und einen rundum zufriedenen Eindruck macht.

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25.07.2014

Das Pferd ...

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„Nimm Dich in Acht: das Pferd errät dich, dich und deine geheimsten Gedanken…. Wenn du ihm nicht vertraust, wird es dir nicht trauen; wenn du schwankend bist, wird es eigene Wege gehen. Wenn du erschreckst, wird es erschrecken; aber es wird mutig und guter Dinge sein, wenn du mutig und guter Dinge bist….“


(aus: Reitvorschrift für eine Geliebte von Rudolf G. Binding)

 

 

 

 

05.07.2014

Augenentzündung bei einem Pferd

Symptomatik:
Das Pferd hat ein dick, fast ödematös geschwollenes Auge, das stark tränt. Die Bindehaut ist knallrot und das Auge ist nur halb geöffnet. Das Pferd steht in einer Ecke seiner Box und lässt den Kopf hängen, das zur Verfügung stehende Heu wird nicht beachtet. Berührung ist eher unangenehm.

Akute Vorfälle haben ja die Eigenschaft gerne am Wochenende zu entstehen. So auch in diesem Fall. Die Halterin findet Ihr Pferd abends in dem o.g. Zustand vor, das Geschehen hat sich offenbar über den Tag entwickelt, denn am selben Morgen war noch nichts sichtbar gewesen.
Grundsätzlich sollten starke Reaktionen am Auge zur Sicherheit klar diagnostiziert werden, um eine schwerwiegende Verletzung oder ggf. Fremdkörper auszuschließen.
In diesem Fall – es war ein Sonntagabend – ging ich nach näherer Untersuchung von einer schweren Bindehautentzündung aus. Das Pferd bekam eine Gabe Apis aus einer Wasserauflösung um in einem solchen Akutfall problemlos und effektiv wiederholen zu können.
Nach ca. 15 Min. zeigte sich als erste Reaktion, dass der Patient aus der Ecke herauskam und wieder Gefallen an seinem Heu fand. Der Schmerz hatte sich offensichtlich etwas gelegt, ansonsten passierte aber nicht viel. An diesem Abend wurde das Mittel noch einmal wiederholt, woraufhin sich der starke Tränenfluss besserte.
Am nächsten Morgen waren Schwellung, Rötung und Tränenfluss stark zurückgegangen aber noch nicht ganz weg, das Pferd ansonsten aber wieder bester Laune. Eine nochmalige Gabe Apis führte dazu, dass am selben Abend die Entzündung soweit abgeklungen war, dass keine nochmalige Wiederholung notwendig war.

03.07.2014

Schwere Augenverletzung einer Katze

Symptomatik:
Kompletter Nickhautvorfall des linken Auges. Starke Schwellung und Rötung des Auges. Die Schwellung ist so stark, dass sich das Auge nicht schließen lässt, die Nickhaut ist komplett über den Augapfel gezogen.

Als die Halterin abends nach Hause kommt vermisst Sie die Begrüßung durch Ihre Katze. Nach kurzer Zeit zeigte sie sich, rannte hektisch und verstört durchs Haus und nur im Vorbeirennen konnte die Halterin sehen, dass etwas mit einem Auge nicht stimmte.

Das linke Auge war dick geschwollen und die Nickhaut komplett über den Augapfel gezogen. Auch unter dem Auge war eine starke Schwellung. Bei der Untersuchung des Auges fiel eine starke Rötung auf. Stark Lichtscheu schien Sie nicht zu sein, atmete aber schwer und geräuschvoll , hatte offensichtlich Schmerzen.

Die Halterin vermutete eine Verletzung des Auges entweder durch eigenes Reiben oder eine Verletzung durch die andere im Haushalt lebende Katze bei einem der regelmäßigen Ringkämpfe.

Aufgrund der plötzlichen heftigen Symptome, begleitet von Panik, Angst und heftigem Schmerz verordnete ich Aconitum, woraufhin sich das Geschehen sichtlich beruhigte. Die Katze legte sich ganz still hin, die Augen beide geschlossen. Nach ca. 1 Std. hatte sich die Nickhaut zu ¾ wieder zurückgezogen und die Katze hat die ganze Nacht ruhig in der Nähe der Halterin geschlafen.

Am nächsten Morgen war das Auge noch nicht wieder ganz geöffnet und immer noch stark gerötet, die Schwellung noch nicht weg. Aconitum hatte offensichtlich den ersten Schreck und auch den Schmerz beseitigt.
Die tierärztliche Untersuchung ergab eine großflächige nicht zu tiefe Verletzung der Cornea, was zum nächsten Mittel führte. Die Katze bekam eine Gabe Arnica und verbrachte wiederum eine ruhige Nacht.
Am darauffolgenden Morgen war von der Augenverletzung nichts mehr zu sehen. Es war keine weitere Gabe Arnica notwendig. Das Auge war geöffnet und völlig klar, äußerlich keine Rötung mehr zu sehen, die Schwellung hatte sich komplett zurückgebildet. Die Katze war wieder munter und fröhlich.
Hier zeigt sich eindrucksvoll, wie durch die Homöopathie eine heftige Verletzung in kurzer Zeit erfolgreich behandelt werden kann.